Winter

Wetter ab dem 3. Advent: Schneemassen & sibirische Kälte

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Frost und Schnee sollen ab dem 11. Dezember das Wetter in Deutschland bestimmen. Meteorologe Dominik Jung warnt: "Es wird eisig kalt".

Berlin. Es wird kalt in Deutschland. Und das ausgerechnet in dem Winter, in dem viele Menschen wegen des Kriegs in der Ukraine und der davon verursachte Energie- und Preiskrise möglichst wenig heizen wollen. Doch eine warme Wohnung könnte bald wichtig werden, denn in Teilen der Bundesrepublik drohen Mitte Dezember Temperaturen von bis zu minus 15 Grad. So wird das Wetter in den kommenden Tagen.

Wetter in Deutschland ab 3. Advent: "Dezember so winterlich wie seit 2010 nicht mehr"

In seiner Wetterprognose von Dienstag (6. Dezember) stellt "wetter.net"-Meteorologe Dominik Jung klar: "Genau in der Energiekrise wird der Dezember seit Jahren wieder richtig eisig kalt." In Sibirien würden derzeit Temperaturen unter minus 50 Grad herrschen. Und in den kommenden Tagen könnten auch die Menschen in Deutschland die Auswirkungen des sibirischen Kältehochs zu spüren bekommen.

Schon jetzt sei die Kälte extrem nahe an uns herangerückt, so Jung gegenüber "BILD". Er geht in seiner Wetterprognose für die kommende Woche davon aus, dass Deutschland ab dem 3. Advent mit Frost und Schnee rechnen muss. Im Video auf YouTube spricht der Meteorologe zudem von "Schneemassen", die laut dem amerikanischen Wettermodell NOAA auf Deutschland zukommen.

Jung im Video: "30 bis teilweise bis zu 40 Zentimeter Neuschnee" seien von Bayern über Thüringen bis Sachsen möglich. "Das Ganze ist gepaart mit viel Kälte" – primär aus Sibirien und Osteuropa, von wo aus das Kältehoch "Ilya" (früher: Erik) viel kalte Luft in Richtung Deutschland schickt. "Ich sage es mal so: Dieser Dezember ist so winterlich wie seit 2010 nicht mehr." Auch das kanadische Wettermodell prognostiziert Deutschland viel weiß – allerdings weniger als die genannten 30 bis 40 Zentimeter.

Datum Wetter
Samstag (10.12.) bewölkt, in den Mittelgebirgen und vor allem im Süden der Republik Schnee, Höchstwerte -2 bis +3 Grad, nachts Tiefstwerte bis -7 Grad
Sonntag (11.12.) bewölkt, Schnee im Süden und Osten, sonst vereinzelte Schneeschauer, Temperaturen zwischen -3 und +3 Grad, nachts Schnee vom Erzgebirge bis zur Ostsee
Montag (12.12.) im Osten bedeckt bei gelegentlichem Schneefall, Richtung Westen weniger Wolken, -4 bis +2 Grad, nachts bis -10 Grad
Dienstag (13.12.) wechselnd wolkig, vereinzelte Schneeschauer, Temperaturen zwischen -3 und +3 Grad, nachts vor allem im Südwesten Schneefall und teilweise überfrierender Regen
Mittwoch (14.12.) stärkere Niederschläge, im Norden Schnee, im Süden Regen, Höchstwerte -3 bis +4 Grad, nachts Abkühlung auf bis zu -8 Grad

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)

Wetter in Deutschland: "Kälteklops im Südosten": Bis zu -13 Grad möglich

Deutlich näher liegen das amerikanische und europäische Wettermodell beieinander. Auch die Wetterprognose der europäischen Meteorologen sagt Neuschnee von bis zu 40 Zentimeter voraus – jedoch bloß in Teilen der Bundesrepublik. Jung: "Gerade bei diesem Wettermodell muss man aber immer noch etwas von der Menge an Schnee abziehen". Der Hintergrund: Die Wettermodelle gehen davon aus, dass der Schnee direkt liegen bleibt. Gerade in den tieferen Lagen ist das aber meist nicht gleich der Fall. Einig sind sich die Wettermodelle, dass sich die Kälte zum 3. Advent noch einmal verstärkt.

Bis zu -13 Grad seien laut dem kanadischen Wettermodell im Süddeutschland möglich – Jung: "Ein richtiger Kälteklops liegt im Südosten des Landes." Genau in diesem Bereich soll es auch ab Sonntag schneien – die Chancen für eine Schneedecke sind damit groß. Über die nachfolgenden Tage dürfte der Schnee dann auch den Osten Deutschlands erreichen.

Wetter im Dezember: Minusgrade begünstigen Schneedecke – wie stehen die Chancen?

Die Eiseskälte kommt stattdessen schleichend – schon in den kommenden Tagen können die Temperaturen unter die Marke von null Grad fallen. In der Nacht seien stellenweise unter minus fünf Grad möglich, berichtet "BILD" zur Wetterprognose von Jung. Zweistellige Minusgrade könnten ab dem 3. Advent dann primär die Menschen in den höheren Lagen erwarten. Doch schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist Vorsicht geboten – glatte Straßen und Bodenfrost sind dann eine ernst zu nehmende Gefahr.

Die Wetterprognose ab dem 3. Advent fällt vorrangig für Schnee- und Winterfreunde positiv aus – und steigert die Vorfreude auf weiße Weihnachten. Wie gut stehen die Chancen für Schnee an Weihnachten 2022? Auch mit dieser Frage haben sich die Meteorologen schon befasst – und haben eine vorläufige Prognose aufgestellt. Einen kleinen Vorgeschmack hatten Anfang Dezember schon die Menschen in der Hauptstadt bekommen – eine zarte Schneedecke verwandelte Berlin in ein Winter-Wunderland. Glaubt man den Prognosen der Wettermodelle, könnte es in den kommenden Tagen deutlich mehr werden.

Meteorologe über Wetter im Dezember: "Jetzt ist es mit Energiesparen weitgehend vorbei"

Nicht wenige User auf Facebook und YouTube hoffen auf das Gegenteil. "Diese Prognosen – ich hoffe wirklich, dass es anders kommt", schreibt etwa eine Nutzerin unter das Video von Dominik Jung. Wieder andere sind enttäuscht: "Der Westen geht wohl etwas leer aus, was Schnee angeht", textet eine enttäuschte Userin. Dazu schreibt ein anderer: "Wir können wieder die Sommerreifen aufziehen – da kommt sowieso kein Schnee". Doch ob Schnee oder nicht – eines steht fest: Unabhängig der geografischen Lage müssen sich die Menschen in Deutschland mit Blick auf die fallenden Temperaturen warm anziehen.

Dominik Jung gegenüber "BILD": "Jetzt ist es mit Energiesparen weitgehend vorbei beziehungsweise ziemlich schwierig". Der Energieverbrauch werde um den 3. Advent ansteigen. Immerhin ein kleiner Lichtblick: Die Energiepreise sind zuletzt gesunken. Ein Liter Heizöl kostet am 6. Dezember weniger als 1,20 Euro – ein neuer Tiefstand in der Energiekrise. Hinzu kommt, dass es auch für Verbraucher mit einer Öl- oder Pelletheizung staatliche Hilfen gibt.

Der Artikel "Wetter ab dem 3. Advent: Schneemassen & sibirische Kälte" ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.