Coronavirus-Krise

Bahn lässt mehr Kunden Tickets in Gutscheine umtauschen

Vor dem kommenden langen Wochenende verlängert die Bahn ihre Kulanzregelung. Tausende Reisende dürfte das in der Corona-Krise freuen.

Urlaub 2020: Was kann ich in der Corona-Krise überhaupt noch planen?

Einreisesperren und abgesagte Flüge machen Urlaub momentan unmöglich. Aber was kommt nach dem Coronavirus? Kann ich Sommerurlaub planen?

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Berlin. Gute Nachrichten für Kunden der Deutschen Bahn: Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nun nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, wie die Bahn mitteilte. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen – sofern sie diese vor dem 13. März gekauft haben. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets nur bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets. Auf der Website der Bahn finden Kunden weitere Informationen.

„Wer seine Reisepläne überdenkt oder verschiebt, der hat unser vollstes Verständnis“, hob die Bahn hervor. Seit Verordnung der Kontaktsperren in der Corona-Krise im März habe sie die Stornierung oder flexible Nutzung von rund fünf Millionen Fahrten ermöglicht. So hatten Bahn und Flixtrain bisher auf die Corona-Pandemie reagiert.

Maskenpflicht in Bus und Bahn
Maskenpflicht in Bus und Bahn

Coronavirus-Krise: Bislang keine Maskenpflicht bei der Deutschen Bahn

Anders als im regionalen Nahverkehr gilt in Fernzügen der Deutschen Bahn und anderen Anbietern bislang keine Maskenpflicht – Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will das jedoch ändern. Eine entsprechende Verordnung will der Politiker bei Gesprächen innerhalb der Bundesregierung noch in dieser Woche vorschlagen.

Wichtig sei, dass im Bahnverkehr etwa in Italien und Frankreich nicht andere Regeln gelten als in Deutschland, sagte Scheuer. Man müsse mit Blick auf Abstandsregeln auch darüber sprechen, ob 30, 40 oder mehr Prozent der Kapazität ausgelastet würden.

Kommt bald die Reservierungspflicht in der Bahn?

Die Bahn sei mit den Unternehmen der anderen Länder im Gespräch, auch die Bundesregierung stimme sich in Vorbereitung eine Besprechung der EU-Verkehrsminister an diesem Mittwoch mit anderen Ländern ab. Wer trotz der Corona-Krise im Sommer 2020 Urlaub machen will, sollte sich vorab informieren.

Es müsse darüber nachgedacht werden, ob das offene deutsche Bahnsystem ohne Reservierungspflicht beibehalten werden könne, sagte Scheuer, ohne sich in der Frage bereits festzulegen. Damit sei Deutschland immer gut gefahren, es gelte aber auch, Hygiene und Gesundheitsschutz zu beachten, sagte Scheuer.

Es sei eine Frage, wie Passagierströme vor allen Dingen an großen Bahnhöfen organisiert würden. Ein geschlossenes System würde bedeuten, dass Kunden einen Platz in einem bestimmten Zug buchen müssen – so wie im Flugzeug.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Coronavirus-Krise:

(dpa/phb)

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