• Das Auswärtige Amt gab am 29. April bekannt, dass die weltweite Reisewarnung mindestens bis zum 14. Juni verlängert wird
  • Hintergrund der Verlängerung ist die Tatsache, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet
  • Die Reisewarnung und weitere Einreisebeschränkungen treffen die Tourismusbranche hart
  • Viele Staaten haben aufgrund der Corona-Krise ihre Einreisebedingungen auch für Deutsche verschärft
  • Ob und wie Urlaub 2020 überhaupt möglich ist, beschäftigt derzeit Tausende Menschen in Deutschland
  • Bayerns Ministerpräsident hat für Urlaub im Inland plädiert, Ostsee und Nordsee sind begehrte Ziele
  • Wir haben uns umgehört, wie die Lage in deutschen Urlaubsregionen ist – und welche Pläne die Branche gerade verfolgt

Das altehrwürdige „Haus des Gasts“ ist nur 100 Meter von der Ostsee entfernt und ein Versprechen. „Viel. Meer. Flair.“ lautet der Slogan. Aber wenn Kurdirektor Kai Gardeja sein Büro verlässt, fühlt sich der Alltag gerade anders an. „Es ist eine wahnsinnige Ruhe.“

5500 Einwohner hat Binz. An einem guten Sommertag, wenn 20.000 Betten belegt und Tagestouristen auf die Insel Rügen strömen, sind es 70.000 Menschen. Die Ruhe, die Gardeja spürt, ist gespenstisch.

Dabei ist die Lust auf Urlaub groß. Die Buchungsquote für Pfingsten liegt in Binz bei 80 Prozent. „Die Leute haben immer noch Vertrauen.“ Nur dürfen sie nicht raus. Und fragen sich, was in Zeiten von Corona wohl aus dem Sommerurlaub wird. „Wir können leider zum heutigen Stand schwer abschätzen, wie sich die gesundheitliche Lage und damit die Reisebeschränkungen in den nächsten Monaten entwickeln werden“, sagt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU).