Corona-Krise

Mundschutz als Mode? H&M und Prada steigen in Produktion ein

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Das ist die neueste Mundschutz-Mode auf Instagram

Das ist die neueste Mundschutz-Mode auf Instagram

Immer mehr Menschen tragen Atemschutzmasken, um sich gegen das Coronavirus zu schützen. Und viele sind dabei kreativ. Wir zeigen im Video einige besonders hübsche Gesichtsmasken.

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In Asien sind sie längst verbreitet: bunte, kreative Mundschutz-Masken – nun auch in Deutschland. Wir zeigen originelle Exemplare.

Berlin. Die vielleicht überdrehteste Idee hatte eine Designerin aus San Francisco: Sie bietet im Netz sogenannte „Resting Risk Face“-Masken an. Nutzer können im Internet ein Foto von ihrem Gesicht hochladen, das die Designerin dann auf eine Schutzmaske drucken lässt.

Der Clou: Damit soll der Maskenträger das Handy entsperren können, ohne den Mundschutz abzunehmen. Ein Scherz? „Ja. Nein. Wir sind nicht sicher. Viren sind kein Scherz. Wascht eure Hände, wenn ihr könnt!“, heißt es auf der Website.

Sicher ist: Die Krise macht kreativ. Neben solchen Online-Projekten und Facebook-Gruppen wie „Masken nähen Berlin ehrenamtlich“ verhelfen Boutiquen und kleine Designer dem schnöden Mundschutz dazu, das wohl ungewöhnlichste Modeaccessoire in diesem Frühling zu werden. Vom Luxus-Label Prada bis zur Fashion-Kette H&M sind auch große Unternehmen in die Produktion eingestiegen. Hauptsache bunt, individuell und originell.

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Viele kleinere Geschäfte sind auf den Zug aufgesprungen. Zum Beispiel auch im Atelier der Dresdner Designerin Dorothea Michalk rattern die Nähmaschinen inzwischen für Masken statt für Traum- und Businesskleider. Pro Tag fertigen ein Dutzend Schneiderinnen 600 Stück pro Tag, für Mitarbeiter in Apotheken oder Supermärkten, aber auch Rechtsanwaltskanzleien, Bauarbeiter oder Drogerien.

Den Baumwollstoff für die dreifach gefalteten einfachen Masken sucht sie nach Schönheit aus. „Sie sollen Lebensfreude ausstrahlen, als modischer Wegbegleiter durch die Krise“, erzählt die 38-Jährige.

Es tun sich also ganz neue Märkte auf: Ein Brautmodengeschäft in Berlin-Schöneberg verkauft beispielsweise einen Mundschutz aus Spitze.

Eine ganz andere Sparte wiederum bedient ein anderes Berliner Unternehmen: Das Techno-Modelabel Nakt hat einen „Keep Smiling“-Mundschutz für seine Käufer entworfen; düster-schwarzer Stoff mit einer silbernen Eisenkette, die einen Smiley formt.

Unsere Fotostrecke zeigt eine Auswahl aus Ländern weltweit:

Abseits von jedem modischen Chichi wird derzeit auch eine Maskenpflicht in Deutschland diskutiert – Das muss man wissen. Es ist allerdings umstritten unter Wissenschaftlern, wie effektiv der Schutz überhaupt ist: Coronavirus: So sinnvoll sind Masken und Mundschutz.

(les/dpa)

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