Auftakt des B-Promi-Spektakels

Im Dschungelcamp sind Erotik und Ekel Trumpf

In der sechsten Staffel des Dschungelkamps stehen viel nackte Haut und viel Silikon im Mittelpunkt. Gleich zum Start des B-Promi-Spektakels gab es außerdem natürlich auch die erste Ekelprüfung.

Foto: RTL/Stefan Menne

„Ein perfekter Beginn“, sagte Brigitte Nielsen im Hotelpool eingerahmt von den Brasilianern Ailton und Daniel Lopes. Der Ex-Fußballstar und der Sänger hatten zuvor aus der Ferne die 48-jährige Schauspielerin und Exfrau von Sylvester Stallone bewundert. Sie sei „richtig hübsch“ und habe eine „Aura, sie füllt den ganzen Raum“, schwärmte der 35-jährige Lopes. Es soll so heiß wie nie zuvor zugehen im RTL-Dschungelcamp 2012 bei Außentemperaturen um 40 Grad.

In der sechsten Staffel „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ zeigen sich Kandidatinnen so freizügig wie nie zuvor, dies gilt zumindest für das 28-jährige Erotik-Model Micaela Schäfer und die 20 Jahre ältere Brigitte Nielsen. Schäfer hat eine „chronische Textilunverträglichkeit“, wie Moderator Dirk Bach spottete. Beim Anprobieren des grauen T-Shirts, Teil der Einheitskleidung im Camp, motzte sie, sie habe darin „eine Plattbrust“. Lieber trägt sie obenrum nichts als „Nippel Pasties“, was Dirk Bach übersetzte mit „Busenbommel“.

Bei der ersten Dschungelprüfung zeigte sich das Erotik-Model zwar panisch über die Ladung Raupen, mit der sie überschüttet wurde, stand aber tapfer – gemeinsam mit dem 25-jährigen Schauspieler Rocco Stark die Ekel-Attacken durch. Sie wurden mit Ladungen von Schleim, Mehlwürmern, Federn und Spinnen überschüttet, mussten sie eine Riesenstabschrecke 30 Sekunden im Mund behalten und bekamen eine Manschette voller Kakerlaken an den Hals, sie schluckten je einen toten Rhinozeroskäfer und eine große Raupe. Zum Schluss trank Schäfer Emu-Blut mit gekochte Emu-Leber.

„An Ailton ist mehr dran“

Rocco Stark gab sich schon vor der Reise in einem RTL-Interview cool: „Maden zu essen wäre eine Erfahrung, die ich an meine Geschwister oder zukünftigen Kinder weitergeben könnte. Es gibt auf der Welt wesentlich Schlimmeres, als Insekten oder irgendwelche Kriechtiere zu essen.“

Micaela Schäfer konnte der 25-Jährige zunächst nur mit seinen „starken Oberarmen“ beeindrucken. Die „halbe Brasilianerin“, wie sie sich selbst beschreibt, sagte, sie stehe auf ältere Männer ab 40 mit Brustbehaarung. „Ich finde Ailton noch ein bisschen leckerer als Daniel, da ist mehr dran.“ Die beiden Brasilianer nannte Sonja Zietlow „unsere Caipi-Connection mit striktem Portugiesisch-Verbot“.

Der Sänger Daniel Lopes machte im Dschungelcamp schlapp. Er habe starke Schmerzen, sagte er und erklärte das später mit Zigarettenentzug. Der Zuspruch von Zauberer Vincent Raven, den die Campbewohner zum ersten Teamchef gewählt hatten, brachte aber seine Lebensgeister zurück. Eine andere Seite seines Temperaments zeigte der 45-jährige Schweizer bei der Anprobe der leuchtend roten Dschungelhose: Rot mache ihn aggressiv, sagte er, das passe nicht zu Männern. „Und da kriegt man so einen Schwuchtelfummel“, schimpfte er vor sich hin. Im Camp zeigte er sich sauer darüber, dass man ihm sein Kästchen abgenommen habe, mit dem er für „magischen Spirit“ sorgen wollte. Seine Raben musste er schon zuhause lassen. Aber er habe schon zu ein paar kleinen Vögeln im Dschungel Kontakt aufgenommen, erzählte er.

Intimes am Lagerfeuer

Die Dschungel-Strapazen setzten nicht nur Daniel Lopes zu. Ex-Tic-Tac-Toe-Sängerin Jazzy leidet unter einer Allergie, wie Bach sagte, bei der aus „DSDS“ bekannten Kim Debkowski wölbte sich der Lipgloss auf Herpesbläschen. Die mit 54 Jahren älteste Kandidatin, die Moderatorin Ramona Leiß, quetschte sich die Hand und dachte schon daran aufzugeben.

Stattdessen fragte die von Zietlow als „bekennende Lesbe“ titulierte Leiß Brigitte Nielsen am abendlichen Lagerfeuer über pikante Details ihrer Ehe mit Hollywood-Star Sylvester Stallone aus und bekam Auskunft über sexuelle Frequenz und den Gebrauch von Anabolika.

„Elf Prominente pfeifen auf ihren Ruf und sind der Einladung von RTL gefolgt“, hatte Dirk Bach in seiner Einleitung gesagt. Am Samstagabend ist die zweite Dschungelprüfung mit Kim Debkowski zu sehen.

Gute Quoten

Prima Start fürs Dschungelcamp 2012: Der Auftakt der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ hat am Freitagabend 6,88 Millionen Zuschauer (ab 3 Jahren) vor die Fernseher gelockt. Das entsprach einem Marktanteil von 24,7 Prozent. Im vergangenen Jahr sahen die erste Sendung der Urwald-Lästershow gut 7,3 Millionen Menschen (etwa 28 Prozent). Im Durchschnitt aller Ausgaben verfolgten die Staffel im Januar 2011 sogar 7,62 Millionen Zuschauer.

In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam RTL diesmal auf 4,29 Millionen Zuschauer und einen überdurchschnittlichen Marktanteil von 36,1 (der durchschnittliche Marktanteil bei Leuten zwischen 14 und 49 liegt für RTL bei knapp 17 Prozent in diesem Monat). Das Publikum liebt das bizarre TV-Spiel: Bis zum Finale am' 28. Januar ist jetzt täglich Dschungel-Alarm bei RTL – und damit auch in vielen anderen Medien und im Internet.