Linke

Lafontaine und Wagenknecht sind ein Paar

Der ehemalige Bundeschef der Linken, Oskar Lafontaine, hat sich von seiner Frau getrennt und lebt nun mit Parteifreundin Sahra Wagenknecht zusammen. Das erklärte der 68-Jährige auf einem Landesparteitag in Saarbrücken.

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Oskar Lafontaine hat Sarah Wagenknecht am Samstag als seine neue Freundin vorgestellt.

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Der ehemalige Bundeschef der Linken, Oskar Lafontaine, hat sich privat neu orientiert. Auf einem Linken-Landesparteitag am Samstag in Saarbrücken stellte der 68-Jährige die stellvertretende Vorsitzende der Linken- Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht (42) als seine neue Lebensgefährtin vor. „Ich lebe seit einiger Zeit getrennt und bin seit einiger Zeit mit Sahra eng befreundet“, sagte Lafontaine am Ende einer rund einstündigen Rede.

Lafontaine betonte, das sei der Grund dafür, dass er Wagenknecht überraschend als Gast zu dem Landesparteitag mitgebracht habe. Mehr gebe es dazu nicht zu sagen. Wagenknecht wollte sich dazu nicht äußern: „Es ist alles gesagt“. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über das Verhältnis zwischen Lafontaine und Wagenknecht gegeben.

Lafontaine gilt als politischer Mentor von Wagenknecht. Am vergangenen Dienstag war sie von ihrer Bundestagsfraktion zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden.

Die gebürtige Jenaerin sitzt für die nordrhein-westfälische Linke im Bundestag. Bereits seit Juni 2007 ist Wagenknecht Mitglied des Parteivorstandes der Linkspartei.

Lafontaine war zwischen 1967 und 1982 mit Ingrid Bachert verheiratet. Mit seiner zweiten Ehefrau Margret Müller hat er ebenso einen Sohn (Frederic) wie mit seiner dritten Ehefrau Christa Müller (Carl-Maurice). Er ist derzeit Fraktionschef der Linken im Saar-Landtag.

Lafontaine war 13 Jahre lang, bis 1998, SPD-Ministerpräsident im Saarland. 1990 trat er für die SPD, deren Vorsitzender er später wurde, zur Bundestagswahl als Kanzlerkandidat an. Nach der gewonnenen Bundestagswahl 1998 wurde er unter dem Bundeskanzler Gerhard Schröder Finanzminister – trat jedoch nach einem politischen Konflikt schon im März 1999 wieder zurück.

2005 wechselte er schließlich zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG), unter seiner Initiative kam es zu einem Wahlbündnis mit der PDS und zur späteren Umbenennung in „Die Linke“. Vor seiner im November 2009 bekannt gewordenen Krebserkrankung war er sowohl Fraktionsvorsitzender als auch Parteivorsitzender.