Banküberfall

Geiselnehmer fordert Bier und TV-Interview

Bier und Presse statt Lösegeld und Fluchtwagen: In Spanien hat ein Mann eine Bank überfallen und Geiseln genommen, weil er einmal ins Fernsehen wollte. Die Polizei überlistete ihn.

Weil er einmal im Fernsehen auftreten wollte, hat ein Spanier eine Sparkasse überfallen und mehrere Geiseln genommen. Der 44-Jährige war mit zwei Fleischermessern bewaffnet in die Filiale eines Geldinstituts in der ostspanischen Hafenstadt Alicante gestürmt und hatte drei Angestellte in seine Gewalt gebracht.

Zur Verwunderung der Polizei verlangte der Geiselnehmer weder ein Lösegeld noch einen Fluchtwagen, sondern eine Flasche Bier und ein Interview im Fernsehen. Daraufhin zogen sich Medien zufolge zwei Polizeibeamte die Westen eines TV-Senders über. Mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgerüstet gaben sie sich als Fernsehreporter aus.

Bei der Übergabe der Bierflasche überwältigten die Polizisten den Geiselnehmer. Der mehrfach vorbestrafte Mann gab bei seiner Vernehmung an, er sei mittellos und habe mit dem Überfall auf seine Lage aufmerksam machen wollen.