Schneefälle haben in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr behindert. Teilweise starker Schneefall hat in der Nacht und am frühen Morgen zu Verkehrsbeeinträchtigungen in Berlin und Brandenburg geführt. In Berlin registrierte die Polizei zwischen vier Uhr und sechs Uhr 13 Unfälle, die auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen waren. Verletzt wurde aber niemand. Im Bereich des Polizeipräsidiums Potsdam wurden zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr 16 derartige Unfälle mit sieben Verletzten gezählt.
Da es nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen deutschen Städten schneit, kommt es auf dem Flughafen Tegel seit den Morgenstunden zu Verspätungen bis zu anderthalb Stunden. Zudem müssen die Maschinen enteist werden. Einige Verbindungen wurden bereits gestrichen, so Flüge nach Stuttgart, Frankfurt, München, Amsterdam und Düsseldorf.
Schnee und Eisglätte haben auch zu kleineren Behinderungen auf Thüringens Straßen geführt. Wie das Lagezentrum im Innenministerium in Erfurt mitteilte, waren vor allem Nebenstraßen vom winterlichen Wetter betroffen. Besonders rutschig wurde es demnach auch auf den Autobahnen A 71 und 73. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis zum Abend in weiten Teilen Thüringens mit bis zu zehn Zentimetern Neuschnee.
In einem breiten Streifen vom Siegerland im Westen bis nach Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten fielen in der Nacht fast zehn Zentimeter Schnee pro Quadratmeter, wie Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Bis zum frühen Morgen zog das Schneefallgebiet weiter Richtung Süden und brachte auch hier zum Teil reichlich Niederschlag. Im Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. Auf den Straßen gab es Behinderungen und Unfälle.
Im Siegerland fielen laut Paetzold bis sechs Uhr, neun Zentimeter Schnee. Ebensoviel waren es in Wittstock in Brandenburg. In Berlin waren es sechs Zentimeter. Auf der Wasserkuppe in der Rhön und in Darmstadt gab es ebenfalls sechs Zentimeter Neuschnee.
Im Lauf des Montags soll es nach der Vorhersage im größten Teil Deutschlands leicht weiter schneien. Lediglich im Norden und Nordwesten gehen die Niederschläge als Regen nieder. In den kommenden Tagen ist keine grundlegende Änderung zu erwarten, wie der DWD mitteilte. Danach ziehen Tiefausläufer von Nordwest nach Südost über Deutschland hinweg. Sie bringen dem Nordwesten und dem Westen mildere Luft, in den anderen Regionen können sie die kalte Luft nicht verdrängen.
In Eifa in Osthessen brachte ein Lkw eine Schlosserei zum Einsturz. Gegen 02.10 Uhr geriet der Lkw mit Anhänger auf der winterglatten Bundesstraße 62 in Richtung Alsfeld in einer Linkskurve ins Rutschen, schob sich über eine Einmündung in einen Hof und prallte dort in die kleine Schlosserei, wie das Polizeipräsidium Osthessen mitteilte. Das Gebäude unmittelbar neben einem Wohnhaus stürzte ein. Der Schaden an dem Gebäude wurde auf 80.000 Euro geschätzt, der am Lkw auf 30.000 Euro.
Im Rheinisch Bergischen Kreis blockierte ein auf Schnee verunglückter Sattelzug die Bahnstrecke zwischen Köln und Gummersbach. Wie die Polizei mitteilte, geriet der 40 Tonnen schwere Lkw am Sonntagabend auf der Bundesstraße 55 zwischen Vilkerath und Overath in einer langgezogenen Linkskurve ins Rutschen, durchbrach eine Leitplanke und kam auf der Bahnlinie zum Stehen.
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dpa/ddp/cor




