Eisige Kälte

So schützen Sie sich vor minus 20 Grad

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Die klirrende Kälte in Deutschland macht vielen Menschen zu schaffen. Dabei sind kalte Füße, eine rote Nasenspitze und leichtes Frösteln noch die harmlosesten Folgen der Minusgrade. Kälte kann gefährliche Folgen haben. Deshalb sollte gerade bei frostigen Temperaturen auf angemessene Kleidung geachtet werden.

Hut oder Mütze darf man bei diesen Temperaturen nicht vergessen, da am Kopf ein großer Teil der Körperwärme verloren geht. Wichtig ist außerdem der Schutz von Händen und Füßen, weil an den Gliedmaßen die Erfrierungsgefahr besonders groß ist. Ansonsten hat sich das sogenannte Zwiebelprinzip bewährt: Über warmer Unterkleidung sollte man mehrere Schichten Kleider tragen. Das ermöglicht ein Anpassen an die Außentemperatur.


Generell sollte die Gefahr von Erfrierungen nicht unterschätzt werden: Erste vorübergehende Schädigungen können bereits bei Temperaturen ab plus sechs Grad auftreten – vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit oder bei starkem Wind.

Körper transportiert weniger Blut

Bei niedrigen Temperaturen verengen sich die Blutgefäße, es wird weniger Blut transportiert, damit weniger Wärme abgegeben wird. Die verminderte Durchblutung führt dazu, dass Menschen bei Kälte blass im Gesicht sind und die Gliedmaßen weiß werden. Bei weiterer Kälteeinwirkung bilden sich in den Zellen Eiskristalle, die roten Blutkörperchen klumpen zusammen, was eine noch schlechtere Durchblutung und im schlimmsten Fall ein Absterben des Gewebes zur Folge hat.


Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), da deren Blutzirkulation ohnehin eingeschränkt ist, wie die Fachleute betonen. Auch im Schnee spielende Kinder nehmen die Kälte häufig nicht wahr und sollten nicht zu lange bei tiefen Temperaturen draußen sein.

Alkohol taugt nicht zum Aufwärmen

Auf alkoholische Getränke zum Aufwärmen sollte man besser verzichten. Zwar erweitern Alkoholika die Gefäße und sorgen für eine bessere Durchblutung. Dabei wird aber auch schneller Wärme an die Umgebung abgegeben. Außerdem sinkt das Schmerzempfinden. Mediziner unterscheiden bei Erfrierungen drei Schweregrade:

1. Die Haut ist gerötet (Erythem);

2. Die oberste Hautschicht bildet nach Wiedererwärmung Blasen;

3. Die Haut ist weiß, gefroren und völlig gefühllos. Nach dem Auftauen werden sie Stellen lederartig und schwarz, das Gewebe ist abgestorben (Nekrose).

Erfrorene Körperteile dürfen nicht massiert oder mit Schnee abgerieben werden. Stattdessen sollte schnellstmöglich ein warmer Ort aufgesucht werden. Dort sollte nasse Kleidung rasch ausgezogen werden. Die betroffenen Körperstellen sollten mit warmen Händen oder warmem (nicht heißem) Wasser erwärmt werden. Zudem sollten warme alkoholfreie Getränke getrunken werden. Bei stärkeren Erfrierungen muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

( AP/cor )