Schwerverbrecher gefasst

Wolf schweigt eisern zu Versteck des Lösegelds

140.000 Euro sollen die Ermittler in dem Hotelzimmer des gefassten Schwerverbrechers Thomas Wolf gefunden haben. Bestätigen mag den Fund bisher niemand. Auch über den Verbleib der restlichen von ihm erpressen 1,8 Millionen Euro Lösegeld wird geschwiegen. Nur in einem Punkt ist Wolf geständig.

Der geständige Entführer Thomas Wolf schweigt nach sein er Verhaftung eisern über das von ihm erpresste Lösegeld von 1,8 Millionen Euro. Der auf der Hamburger Reeperbahn von Zielfahndern überrumpelte Schwerverbrecher macht keine Angaben über den Verbleib der Beute, sondern räumte nur die Tat ein, wie der Leiter der Soko „Wolf“, Matthias Weber in Frankfurt am Main mitteilte. Der jahrelang Gesuchte soll in Wiesbaden angeklagt werden, wo er Ende März die Frau eines Bankmitarbeiters verschleppt hatte. Ihm drohen zusätzlich 15 Jahre Haft. Am Freitag wurde ihm der Haftbefehl verlesen.

Im Hotelzimmer des Schwerverbrechers sind nach einem Pressebericht 140.000 Euro in bar gefunden worden. Ein Hamburger Polizeisprecher sagte, er könne den Bericht der „Hamburger Morgenpost“ nicht bestätigen. Laut Zeitung bewohnte der am Donnerstag verhaftete Wolf ein Zimmer im Hotel Condor im Stadtteil St. Georg. Nach Angaben der Polizei ist Wolf weiter im Hamburger Untersuchungsgefängnis.

Der 56-Jährige war am Donnerstag auf der Hamburger Reeperbahn von Zielfahndern überrumpelt worden, nachdem er eine Flasche Bier in einer Kneipe getrunken hatte. Der jahrelang Gesuchte soll in Wiesbaden Ende März die Frau eines Bankmitarbeiters verschleppt haben und den Millionenbetrag erpresst. Wolf hat die Tat nach der Festnahme gestanden. Er war nach einem Tipp aus der Bevölkerung entdeckt worden.

Die Wiesbadener und Hamburger Staatsanwaltschaft wollen Wolf nun gemeinsam in der hessischen Landeshauptstadt anklagen. Die Justiz der Hansestadt wirft ihm einen Bankraub aus dem Jahr 2000 vor.

Für beide Taten zusammen drohe Wolf eine Höchststrafe von 15 Jahren, sagte der Wiesbadener Staatsanwalt Hartmut Ferse. Zudem habe der Mann noch eine Reststrafe von sechs Jahren zu verbüßen – Wolf hatte Anfang 2000 einen Freigang zur Flucht aus dem Gefängnis im nordrhein-westfälischen Moers/Kapellen genutzt. Anschließend lebte er jahrelang unter einer falschen Identität in Frankfurt am Main. In den nächsten Tagen soll entschieden werden, wann er von Hamburg überstellt wird.

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