Anklage

Gewaltverbrecher Thomas Wolf kommt vor Gericht

Entführung, Erpressung, Banküberfälle: Wegen dieser Taten muss sich der Schwerverbrecher Thomas Wolf im kommenden Jahr vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat Anklage gegen den 56-Jährigen wegen erpresserischen Menschenraubs und schwerer räuberischer Erpressung erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hat Anklage gegen den Gewaltverbrecher Thomas Wolf erhoben.

Der 56-Jährige muss sich wegen erpresserischen Menschenraubs und räuberischer Erpressung vor dem Landgericht verantworten, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Wiesbaden sagte.

Ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft wirft Wolf vor, am 27. März in Wiesbaden die Ehefrau eines Bankiers entführt zu haben. Er erpresste demnach 1,8 Millionen Euro Lösegeld, die noch am selben Tag übergeben wurden.

Die Frau fesselte er an einen Baum in der Nähe von Hofheim (Main-Taunus-Kreis). Sie konnte sich selbst befreien, noch ehe der Täter selbst am Abend per Telefon die Polizei informierte.

Darüber hinaus muss sich Wolf für einen Banküberfall in Hamburg vor neun Jahren verantworten. Er erbeutete dabei umgerechnet etwa 256.000 Euro.

Zur Anklage kommen soll auch ein Banküberfall im niederländischen Eindhoven im Jahr 2003. Die Behörden hätten eine entsprechende Anfrage gestellt, sagte der Sprecher.

Wolf war 1999 aus einem Hafturlaub nicht ins Gefängnis von Moers-Kapellen in Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt war, wo er unter anderem wegen Bankraubs eine Haftstrafe von 21 Jahren absitzen sollte. Bis zu seiner Verhaftung am 28. Mai in Hamburg lebte der 56-Jährige rund acht Jahre mit falscher Identität in Frankfurt am Main.

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