Schnee und Regen

Österreich und Italien versinken im Wetterchaos

Zwei Tage andauernde schwere Schneefälle haben in den französischen Alpen und im Süden Österreich zu Stromausfällen und Verkehrschaos geführt. In Frankreich sind noch rund 17. 000 Haushalte ohne Strom, in Österreich etwa 3000. In Italien sind drei Menschen bei einem Brückeneinsturz gestorben.

In den französischen Alpen, wo bereits am Donnerstag in 45.000 Haushalten der Strom ausfiel, bemühten sich rund 400 Techniker, beschädigte Stromleitungen und Transformatoren zu reparieren.

Nach Angaben des Elektrizitätskonzerns EdF sollten bis zum Abend 90 Prozent der Schäden behoben sein. Im Alpen-Ort Bridoire musste eine Schraubenfabrik wegen des Stromausfalls schließen. Eisige Kälte und Glatteis sorgten vor allem auf kleineren Straßben für Verkehrsbehinderungen.

Auch im Süden Österreich waren Stromleitungen unter der Schneelast zusammengebrochen oder von umstürzenden Bäumen zerrissen worden. Besonders betroffen waren Kärnten und Osttirol. In Kärnten waren mehrere Täler von der Außenwelt abgeschnitten, die Schulen blieben geschlossen.

Die Feuerwehr in der Region musste mehr als 60 Mal ausrücken, um Dächer von der Schneelast zu befreien und umgestürzte Bäume wegzuräumen. Sowohl in Frankreich wie auch in Österreich warnten die Behörden vor erhöhter Lawinengefahr.

Italien überflutet

In Rom stieg der Pegelstand des Tiber nach tagelangen heftigen Regenstürmen unterdessen auf sein höchstes Niveau seit 40 Jahren. Die Behörden warnten, dass der Tiber über die Ufer treten und mehrere Viertel der Hauptstadt überfluten könnte. Lager der Roma am Flussufer wurden vorsorglich geräumt. Das Hochwasser lockte Tausende Touristen zum Fotografieren auf die Brücken. Nach Angaben der Behörden könnten noch im Laufe des Tages die Abwässerkanäle in den nördlichen Vierteln der italienischen Hauptstadt überlaufen.

Nach Unwettern waren auch von Mailand bis Sizilien Straßen überschwemmt und Züge verspätet. Einige Regionen verlangen bereits die Verhängung des Notstandes. In Venedig stand der Markusplatz wieder einige Zentimeter unter Wasser, am Ätna musste die Bergrettung eine Gruppe Pfadfinder in Sicherheit bringen.

Im süditalienischen Kalabrien stürzte bei Polistena eine vom Regen beschädigte Brücke ein. Sie begrub am Vorabend einen 55 Jahre alten Mann unter sich, der einem liegengebliebenen Autofahrer zu Hilfe kommen wollte. Zuvor waren bereits zwei Menschen wegen des Unwetters umgekommen. Am Stadtrand von Rom wurde die Leiche einer Frau geborgen, deren Wagen in einem überfluteten Tunnel gestrandet war. In Kalabrien erlitt ein 76-jähriger Rentner einen Herzinfarkt, als im Sturm ein Baum auf sein Auto stürzte.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen