Ein Taifun auf den Philippinen hat mindestens ein Dutzend Menschen getötet. Mit sintflutartigen Regenfällen und Sturmböen bis zu 170 Stundenkilometern fegte Taifun „Fengshen“ über den Süden der Philippinen. Er löste in der Nacht zum Samstag Sturzfluten und Erdrutsche aus, denen mindestens 17 Menschen zum Opfer fielen. Weitere Personen wurden zunächst noch vermisst, wie die Behörden mitteilten. Das gesamte Ausmaß der Schäden war vorerst unklar.
Betroffen war insbesondere die südlichen Provinzen Maguindanao und Mindanao. Der Taifun verwandelte hier Flüsse und selbst kleine Wasserläufe in reißende Ströme, die über ihre Ufer traten. Mindestens drei Häuser wurden von den Fluten weggespült. Auf einer Flussinsel waren etwa 40 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die örtlichen Behörden baten die Streitkräfte um Hilfe.
Etwa 170.000 Menschen waren schon vor dem Taifun vorsorglich evakuiert worden, doch kehrten diese zu früh in ihre Wohnungen zurück. Über ein Dutzend Flugzeuge mussten am Boden bleiben, die Schiffe fuhren nicht aus den Häfen aus.
Am folgenden Tag begann das philippinische Militär mit Transporten von Hilfsgütern, besonders Lebensmittel und Zelten in die betroffenen Regionen.
Die Behörden in Manila machen sich darauf gefasst, dass der Taifun der Hauptstadt am Sonntag schwere Regenfälle beschert. Die Rettungskräfte seien vorbereitet, sagte ein Behördenvertreter.
Der Sturm könnte in den kommenden Tagen den Süden Chinas erreichen, wo Tausende Menschen bereits durch schwere Überschwemmungen ihre Häuser verloren haben.
Die Philippinen werden jedes Jahr von etwa 20 Taifunen heimgesucht, die oft Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen. Im Februar 2006 wurden im Landeszentrum etwa 1000 Menschen von einer Schlammlawine begraben. Umweltschützer prangern insbesondere die illegale Abholzung an, die die Überschwemmungen und Erdrutsche noch verschlimmert.
ap/reuters/neli













