Besonders in den Mittelgebirgen wie Eifel und Hunsrück sowie im Sauerland und Taunus kam es zu Behinderungen, weil Lastwagen an Steigungen steckenblieben.

So brachte starker Schneefall den Verkehr auf der A3 zwischen Limburg und der Raststätte Medenbach im Taunus fast komplett zum Erliegen. Ab Limburg bewegte sich der Verkehr nur noch langsam vorwärts, von Idstein an ging bei geschlossener Schneedecke gar nichts mehr. Es bildete sich ein 15 Kilometer langer Stau, wie die Autobahnpolizei in Wiesbaden mitteilte. Für Räumfahrzeuge gebe es kein Durchkommen.


Im Hochsauerlandkreis kam es bereits am frühen Morgen bis 7 Uhr zu 15 Unfällen. In Winterberg und Meschede gab es Verkehrsbehinderungen, weil Lastwagen an Steigungen stecken blieben. Auch bei Olpe und Euskirchen führten abgestellte Lastwagen an Berghängen zu Staus. Überfrierende Nässe verursachte auch im Norden und Nordosten Deutschlands zahlreiche Unfälle.

Es kam zu Dutzenden von Verkehrsunfällen. Dabei blieb es jedoch überwiegend bei Blechschäden. Autofahrer standen im morgendlichen Berufsverkehr teilweise bis zu 20 Kilometer im Stau. Insbesondere quer stehende Lkw behinderten die Weiterfahrt. In der Region um Wuppertal sei mit bis zu 15 Zentimetern so viel Schnee gefallen, dass die Räumdienste kaum nachgekommen seien, sagte ein Polizeisprecher. Eine Entspannung der Lage im Bergischen Land war wegen des anhaltenden Schneefalls auch am Vormittag noch nicht in Sicht. Problem seien insbesondere Laster, die noch mit Sommerreifen unterwegs seien. „Sie bleiben an den Steigungen stecken und blockieren den gesamten Verkehrsfluss“, sagte der Sprecher.

Insgesamt verzeichnete die Landesleitstelle der Polizei in Neuss zu Spitzenzeiten zusammengezählt bis zu 234 Kilometer Stau.

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dpa/gr