Zuvor war der Sturm auf den Atlantik hinausgezogen, kam am Morgen jedoch wieder zurück. Seit dem ersten Auftreffen auf die Küste des US-Staats am vergangenen Montag sind nach Behördenangaben zehn Menschen ums Leben gekommen, weite Gebiete waren überflutet, Stromleitungen zerrissen und knapp 1.600 Häuser wurden teils schwer beschädigt.


Meteorologen rechneten damit, dass der Sturm im Laufe des Samstags den Küstenbereich Floridas verlassen und nach Alabama und Mississippi weiterziehen würde. Bis zum Sonntag wurde weiter mit Windböen von bis zu 70 Stundenkilometern gerechnet. „Fay“ hat Florida damit insgesamt vier Mal heimgesucht und war zwischendurch immer wieder aufs Meer zurückgeschwenkt.


Am schwersten betroffen von dem Unwetter war die Stadt Melbourne an der Atlantikküste, wo das Wasser zeitweise mehr als 1,20 Meter hoch in den Straßen stand.


Die Überschwemmungen gingen jedoch am Freitag in den meisten Stadtteilen zurück, eine dicke Schlammschicht blieb liegen.


Zehntausende Menschen hatten immer noch keinen Strom. Versicherungen meldeten den Eingang von bislang fast 4.000 Schadensanzeigen. Die Behörden schätzten den entstandenen Schaden zunächst auf 53 Millionen Dollar.


„Der Schaden durch 'Fay' erinnert uns daran, dass ein tropischer Sturm kein Hurrikan werden muss, um gefährlich zu sein und schwere Verluste anzurichten“, sagte Gouverneur Charlie Christ. US-Präsident George W. Bush rief für die betroffenen Gebiete den Notstand aus, um Bundesmittel frei zu machen.


In Haiti und der Dominikanischen Republik kostete der Tropensturm mindestens 23 Menschen das Leben

ap/kami