Bundesliga

Rekordstrafe und Personalsorgen belasten Union

Aufsteiger Union sorgt sich vor dem Augsburg-Spiel um acht Profis und muss wegen der Derby-Vorfälle zudem tief in die Tasche greifen.

Union-Trainer Urs Fischer gibt die Richtung für seine Mannschaft gegen Augsburg vor.

Union-Trainer Urs Fischer gibt die Richtung für seine Mannschaft gegen Augsburg vor.

Foto: Jan Woitas / dpa

Berlin. Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin geht mit einigen Personalsorgen in das erste Heimspiel des Jahres am Sonnabend gegen den FC Augsburg. Laut Trainer Urs Fischer drohen gleich acht Spieler für die Partie am Sonnabend (15.30 Uhr, Alte Försterei) auszufallen.

Neben den verletzten Manuel Schmiedebach (Bauchmuskulatur), Akaki Gogia (Kreuzbandriss), Laurenz Dehl (Knie) und Joshua Mees (Oberschenkel) „wird auch Suleiman Abdullahi wegen Trainingsrückstandes nicht zur Verfügung stehen“, sagte Fischer.

Darüber hinaus hat sich Sebastian Polter „am Mittwoch etwas ausgerenkt“, so Fischer. Der Angreifer konnte am Donnerstag nicht trainieren. Auch für Grischa Prömel kommt eine Nominierung für den Spieltagskader „ganz sicher zu früh“. Zudem befindet sich Lennard Maloney zu einem Testtraining in Bulgarien.

Union Berlin soll 158.000 Euro zahlen

Gegen Mittag hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auch die Strafen für die Vergehen im Rahmen des Derbys gegen Hertha BSC (1:0) beantragt. So soll Union 158.000 Euro zahlen, Lokalrivale Hertha sogar 190.000 Euro. Während Hertha dem Antrag bereits zugestimmt hat, will Union diesen erst noch prüfen. Der Antrag wird nun dem DFB-Sportgericht zur Entscheidung vorgelegt.

Beim ersten Bundesliga-Derby zwischen beiden Klubs am 2. November 2019 hatten beide Fan-Lager massiv Pyrotechnik abgebrannt. Aus dem Hertha-Block waren sogar zahlreiche Raketen in die Zuschauerränge geflogen. Direkt nach Abpfiff waren außerdem einige teils vermummte Union-Fans auf den Rasen gestürmt, um sich in Richtung Gäste-Block aufzumachen.

Der DFB begründete sprach die Rekordstrafe für Union „wegen dreier Fälle eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in Tateinheit mit nicht ausreichendem Ordnungsdienst“ aus. Zudem „wurde im Zuschauerbereich des Heimteams ein großes Banner mit beleidigender Aufschrift gezeigt“, heißt es in der Begründung weiter.

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