Kaderplanung

Union-Manager Ruhnert: Andersson ist nicht unverkäuflich

Unions Manager Ruhnert nimmt die Profis für die Rückrunde in die Pflicht. Zugänge im Winter sind nicht geplant. 15 Verträge laufen aus.

Auf Unions Geschäftsführer Profifußball, Oliver Ruhnert, wartet in den kommenden Wochen eine Menge Arbeit.

Auf Unions Geschäftsführer Profifußball, Oliver Ruhnert, wartet in den kommenden Wochen eine Menge Arbeit.

Foto: Joachim Sielski / picture alliance / Sielski-Press

Orihuela. Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball bei Union Berlin, hat einen Abgang von Sebastian Andersson im Sommer, ja sogar noch in der Wintertransferperiode nicht ausgeschlossen. „Kein Spieler ist unverkäuflich“, sagte Ruhnert am Donnerstag im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten an der spanischen Mittelmeerküste.

Der Torjäger des Aufsteigers sei „ein Spieler, der in nicht mehr ganz jungen Jahren noch mal einen Sprung gemacht hat. Es ist alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit. Es ist auch unsere Aufgabe, darauf vorbereitet zu sein, dass uns Spieler auch mal verlassen“, erklärte Ruhnert. Der Vertrag des 28-Jährigen bei Union laufe am 30. Juni 2020 aus, „das sind die offiziellen Daten“, so Ruhnert.

Union Berlin plant den Kader für 2020/21

Gleichzeitig nahm der Kaderplaner der Köpenicker angesichts von offiziell 15 im Sommer endenden Verträgen jeden einzelnen im 32-Mann-Kader für die Rückrunde in die Pflicht. „Auslaufende Verträge haben auch Vorteile, denn man kann am Kader arbeiten“, sagte Ruhnert, der auch schon die kommende Spielzeit – ob in Bundesliga oder Zweiter Liga – fest im Blick hat.

„Sicher machen wir uns um die Kaderbesetzung Gedanken, wie wir die Saison 2020/21 anzugehen haben. Das heißt natürlich, dass der eine oder andere Spieler sich auch noch zeigen muss“, machte Ruhnert deutlich. Doch auslaufende Verträge bedeuten nicht automatisch, „dass man die Zusammenarbeit beendet“.

Neue Spieler in der Winterpause werde es nicht unbedingt geben, stellte der 48-Jährige fest. „Es geht nicht darum, dass wir es nicht könnten. Aber wir haben darauf geachtet, dass der Kader homogen ist, auch in der Gehaltsstruktur“, erklärte Ruhnert.

Union Berlin will sich nicht beschränken

Finanzielle Mittel für neue Profis wären folglich vorhanden. „Oberstes Kriterium ist immer, in der Bundesliga zu bleiben“, sagte Ruhnert, „für Spieler, die die Perspektive erhöhen, würden wir uns nicht beschränken. Wenn wir aber jemanden verpflichten würden, der woanders auch nur Ergänzungsspieler gewesen ist, können wir das vor unseren Jungs nicht mehr verkaufen.“

Soll heißen: Trotz der Gefahr, dass Trainer Urs Fischer in den ersten Rückrundenspielen auf die Innenverteidiger Florian Hübner, Keven Schlotterbeck (beide Rekonvaleszenten) und Lennard Maloney (Knieverletzung) verzichten muss, wird der Kader nicht zwingend aufgestockt.

Das gilt auch für den Fall, dass Mittelfeldspieler Grischa Prömel, der im Trainingslager langsam ins Mannschaftstraining zurückkehrt, wegen seiner Patellasehnenreizung noch länger ausfallen wird.

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