Zweite Liga

Union nimmt Platz zwei ins Visier

Union kann mit einem Sieg am Freitagabend gegen Regensburg den HSV in der Tabelle überholen. Wenn da nicht ein großes Problem wäre.

Unions Sebastian Polter (l.).

Unions Sebastian Polter (l.).

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Wie schnell sich die Gemütslage doch ändern kann. Eben noch Niedergeschlagenheit, weil in Dresden (0:0) zum dritten Mal in Folge nicht gewonnen wurde, schon schöpft man beim 1. FC Union nach der unerwarteten Niederlage des Hamburger SV gegen den 1. FC Magdeburg (1:2) am Montagabend neue Hoffnung im Aufstiegsrennen.

„Jetzt sieht man, das wir in Dresden einen Punkt gewonnen haben“, sagte Trainer Urs Fischer vor dem Spiel am Freitag gegen Jahn Regensburg (18.30 Uhr, Alte Försterei). Der Abstand zum HSV beträgt nur noch drei Punkte, die Tordifferenz spricht klar für die Köpenicker – Union nimmt Platz zwei ins Visier.

„Natürlich ist es unser Bestreben, die Chance zu nutzen“, erklärte Fischer. Es sei schließlich keineswegs so, „dass wir mit Platz vier, fünf oder sechs zufrieden wären. Wir haben auch immer geäußert, dass wir ambitioniert sind.“

Union Berlin mit 59 Schüssen, aber nur zwei Toren

Ambitionen, die nur durch einen Sieg gegen Regensburg untermauert werden können. Dafür braucht es Tore, womit die Probleme bei den Köpenickern schon anfangen. „Im Moment haben wir ein bisschen Ladehemmung“, gesteht Trainer Fischer.

Was bleibt dem Schweizer auch anderes übrig angesichts der Statistik, die Union aus den vergangenen drei Partien ohne Sieg vorzuweisen hat? Beim 1. FC Heidenheim (1:2) , gegen den SC Paderborn (1:3) und zuletzt im Ostderby bei Dynamo Dresden gaben die Köpenicker insgesamt 59 Schüsse ab, 19 davon gingen aufs Tor – aber nur zwei hinein, durch Robert Zulj (Heidenheim) und durch Sebastian Polter (Paderborn).

Zu wenig, um den Aufstiegstraum wirklich am Leben zu erhalten. Das weiß auch Fischer und forderte deshalb: „Wir müssen vielleicht noch ein bisschen mehr machen, noch ein bisschen mehr provozieren, noch eher aufs Tor schießen, als noch ein letztes Zuspiel zu machen. Am Schluss ist es das Schwierigste, den Ball über die Linie zu bringen.“

Union-Trio für Dresden fraglich

Neben Innenverteidiger Fabian Schönheim , der wegen einer Knieverletzung bis Mai krankgeschrieben ist und kein Spiel mehr für Union bestreiten wird, werden wohl auch Linksverteidiger Christopher Lenz (Nackenprobleme), Stürmer Suleiman Abdullahi (Knieblessur) und Mittelfeldspieler Eroll Zejnullahu (Muskelverletzung) ausfallen.

Das Trio konnte noch keine komplette Trainingseinheit mit der Mannschaft absolvieren. „Ihr Einsatz ist fraglich“, sagte Fischer.

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