Zweite Liga

Union mistet aus

Unions Kader wird sich für die kommende Saison verändern. Bei drei Profis stehen die Zeichen schon jetzt deutlich auf Abschied.

Die Zeit von Fabian Schönheim bei Union steht vor dem Ende

Die Zeit von Fabian Schönheim bei Union steht vor dem Ende

Foto: Michael Deines/PROMEDIAFOTO / picture alliance / Promediafoto

Berlin. Sechs Spiele noch, dann ist die reguläre Saison für den 1. FC Union beendet, entweder mit dem Aufstieg in die Bundesliga oder mit zwei Relegationsspielen gegen den Erstliga-16. vor der Brust. Am Kader für die kommende Saison wird beim Berliner Fußball-Zweitligisten dennoch schon eifrig gebastelt.

Wer neue Spieler holen will, der muss erst einmal den Kader ausmisten, sprich, sich von Spielern trennen, deren Verträge auslaufen oder die keine Chance mehr bei den Köpenickern haben – oder beides.

Unions Schönheim ist bis Mai krank geschrieben

Einer der Spieler, die Union verlassen werden, ist Fabian Schönheim. „Ich gehe davon aus, dass er geht“, sagte Oliver Ruhnert, als Geschäftsführer Profifußball für die Kaderplanung verantwortlich. Schönheim (32) ist kam 2012 vom FSV Mainz 05 zu Union, absolvierte 124-Zweitliga-Spiele (sieben Tore) für die Köpenicker, das letzte jedoch Ende Oktober 2017.

Seitdem hat der Defensivspieler immer wieder mit Verletzungen (Knie, Adduktoren) zu kämpfen. Auch in diesen Tagen, wie Ruhnert erzählte: „Fabian Schönheim ist wegen einer Problematik im Knie voraussichtlich bis Mai arbeitsunfähig geschrieben. Ich gehe davon aus, dass er aufgrund seiner Verletzung nicht mehr eingreift. Es ist vereinbart, dass er die nächsten zehn Tage mit Reha in der Heimat verbringt und kommt dann, Stand jetzt, auch wieder.“

Jedoch nur, um dann verabschiedet zu werden. „Der Vertrag läuft aus und es ist ja klar, dass beide Seiten sich aufgrund der Entwicklung auch darüber im Klaren sind, dass Schönheim schaut, dass er in der nächsten Saison woanders nochmal die Möglichkeit hat, fit zu werden.“

Unions Zejnullahu ständig mit Wehwehchen

Einer, bei dem die Zeichen ebenfalls auf Abschied stehen, ist Eroll Zejnullahu. „Er ist wieder ins Training eingestiegen. Aber er ist seit drei, vier Wochen ständig mit irgendwelchen Wehwehchen unterwegs“, sagte Ruhnert. Er muss erst mal zeigen, dass er am Stück wieder einsatzfähig ist.“

Zejnullahu war lange das Versprechen dafür, dass es mit Union weiter aufwärts gehen könnte. Ein Talent mit großem Potenzial, der der inzwischen 24-Jährige aber offenbar nicht mehr abzurufen weiß. Das Eigengewächs ließ sich 2017/18 sogar zum SV Sandhausen ausleihen, um dort mehr Spielpraxis zu erhalten.

Nach seiner Rückkehr fand er unter Trainer Urs Fischer jedoch nie den Weg zurück in die Startelf, sehr oft noch nicht einmal in den Kader. Sein 68. Einsatz für Union im Mai 2017 dürfte sein letzter gewesen sein. Wohin die Reise für den Berliner geht, ist offen. „Momentan hat er uns noch keinen anderen Verein präsentiert“, so Ruhnert.

Unions Torrejon zu lange verletzt

Auch für Marc Torrejon könnte sich das Kapitel Union im Sommer nach nur zwei Jahren schließen. Der spanische Innenverteidiger, 2017 vom SC Freiburg gekommen, kam nach einem Wadenmuskelriss vergangenen Sommer nur schwer wieder in Tritt.

„Torrejon ist wieder hundertprozentig fit und richtig gut im Training“, erzählte Ruhnert. Und bedauerte ein wenig, dass zu den bisher 24 Einsätzen (alle 2017/18) bislang kein weiterer hinzugekommen ist. „Es ist eigentlich ein bisschen schade, denn bei der Leistungsfähigkeit, die er jetzt gerade erreicht, könnte er durchaus wieder spielen, wenn etwas passieren sollte. Aber es ist ein auslaufender Vertrag“, sagte Unions Geschäftsführer.

Nur wenn das bei Coach Fischer gesetzte Innenverteidiger-Duo Marvin Friedrich/Florian Hübner wegen Verletzungen oder Sperren auseinandergerissen werden sollte, könnte Torrejon doch noch sein Comeback geben.

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