Zweite Liga

Union sieht sich für die Rückrunde bestens gerüstet

Union plant keine Zugänge im Winter. Geschäftsführer Ruhnert stellt an Profis, die den Klub verlassen wollen, aber klare Bedingungen.

Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, behält den Überblick

Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, behält den Überblick

Foto: Matthias Koch / imago/Matthias Koch

Berlin.  Bei der Einschätzung der Hinrunde des 1. FC Union muss Oliver Ruhnert nicht lange überlegen. „Es macht schon Spaß zu sehen, wie sich die Mannschaft und die Spieler geben. Die Homogenität des Kaders hat unsere Erwartungen erfüllt, aufgrund des großen Umbruchs im Sommer vielleicht sogar übertroffen“, sagte der Geschäftsführer Profifußball des Fußball-Zweitligisten.

Folglich machte Ruhnert auch keinen Hehl daraus, dass die Köpenicker im Wintertransferfenster voraussichtlich nicht aktiv werden. „Wir vertrauen unserem Kader absolut.“ Gleichwohl ließ er wissen: „Sollte es Dinge geben, die im Winter möglich oder nötig sind, würden wir aktiv werden. Grundsätzlich ist die Planung, mit diesem Kader in die Rückrunde zu gehen.“

Zugänge sind also nicht geplant. Zum Thema Abgänge machte Ruhnert eine klare Ansage: „Wenn ein Spieler unzufrieden ist und er gehen will, muss er einen Verein bringen, und wir müssen dann eine Lösung dafür finden. Ich kann aber nicht versprechen, dass wir auch eine Lösung finden.“

„Wir müssen auch wirtschaftlich denken“

Der Kader soll leistungsstark bleiben, womit Ruhnert nicht nur die Startelf verstanden wissen will, sondern auch jene Profis, die das Niveau im Training hoch halten. Die Gefahr, doch einen Leistungsträger in der Winterpause abzugeben, „besteht immer, auch weil wir wirtschaftlich denken müssen. Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings sehr, sehr gering, dass dies passiert“, so Ruhnert.

Angesichts der 14 im Sommer auslaufenden Verträge kündigte Ruhnert Entscheidungen im Winter an. Bei den ausgeliehenen Robert Zulj (Hoffenheim) und Suleiman Abdullahi (Braunschweig) sieht er keine Eile. „Da haben wir alle Zeit der Welt, eine Entscheidung zu treffen“, erklärte Ruhnert. Bei Abdullahi ist bereits eine Kaufoption vereinbart, die den Vertrag bis 2022 verlängern würde.

Nach einem halben Jahr Zusammenarbeit mit Trainer Urs Fischer sieht Ruhnert den Verein auf einem guten Weg. „Man würde den größten Fehler begehen, sich mit anderen Dingen zu beschäftigen als mit dem nächsten Spiel“, verwies er auf die letzte Partie des Jahres am Sonntag bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr, Sky). Dort soll mit einem Sieg Relegationsplatz drei gefestigt werden.