Zweite Liga

Union verspielt die nächste Führung

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Michael Färber
Union-Kapitän Christopher Trimmel (Mitte) kann den Ausgleich durch den Bielefelder Andreas Voglsammer (l.) nicht verhindern

Union-Kapitän Christopher Trimmel (Mitte) kann den Ausgleich durch den Bielefelder Andreas Voglsammer (l.) nicht verhindern

Foto: Friso Gentsch / dpa

Das Tor von Prömel reicht Union nicht: Die Köpenicker kommen in Bielefeld nicht über ein Remis hinaus, bleiben aber auch ungeschlagen.

Berlin/Bielefeld.  Grischa Prömel nahm kein Blatt vor den Mund. „Wir sind hier angereist, um drei Punkte mitzunehmen. Deshalb ist das zu wenig“, sagte der Mittelfeldspieler des 1. FC Union. Tatsächlich bedeute das 1:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld das dritte Spiel in Folge ohne Sieg für den Berliner Fußball-Zweitligisten, und wie schon zuvor beim 2:2 gegen Duisburg wurde wieder eine Führung verspielt. Doch das Unentschieden auf der Alm lässt Union auch nach sechs Spielen ungeschlagen durch die Saison gehen.

Bei Prömel, der die Köpenicker kurz vor der Pause in Führung gebracht hatte, überwog jedoch der Punktverlust. „Es war ähnlich wie im letzten Spiel, dass wir uns zu sehr haben zurückfallen lassen, dann wird es schwer in der Zweiten Liga“, sagte der 23-Jährige.

In der 44. Minute war er zur Stelle, als die Bielefelder eine Flanke von Akaki Gogia nicht ausreichend klären konnten und Prömel den Abpraller an allen vorbei einfach ins Tor drosch. „Meine Aufgabe ist es immer, Anschluss zu suchen, und dann profitiere ich von so einem Pressball“, erklärte er seinen zweiten Saisontreffer. Arminias Julian Börner, der das Tor nicht verhindern konnte, sprach von einem „kleinen Kommunikationsproblem“ in den eigenen Reihen.

Union kommt schwer ins Spiel

Es war ein Tor aus dem Nichts, denn, wie Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, richtig erkannte, „waren wir in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit besser im Spiel und haben uns dafür auch belohnt. Wir sind aber nicht gut ins Spiel gekommen.“

Trainer Urs Fischer vertraute der Startelf vom Duisburg-Spiel. Doch es waren die Bielefelder, die nach einem Schreckmoment nach nur zehn Sekunden – Unions Ken Reichel war mit Bielefelds Jóan Edmundsson beim Kopfball zusammengestoßen, beide konnten nach einer kurzen Behandlung weiterspielen – sofort das Kommando übernahmen.

Dennoch sagte Fischer: „Die erste Halbzeit von meiner Mannschaft hat mir besser gefallen, wir hatten eine gute Mischung zwischen Kombinationsfußball und langen Bällen.“ Nach einer Ecke von Christopher Trimmel traf Marvin Friedrichs Kopfball aus fünf Metern nur die Latte (38.).

Fehlerkette vor dem Ausgleich

„In der zweiten Halbzeit waren es mir zu viele lange Bälle“, so Fischer, „und es gab eine gewisse Hektik im Spiel.“ Die war beim Ausgleich sichtbar. Felix Kroos und Marcel Hartel konnten Cedric Brunners Flanke nicht verhindern, im Strafraum ließ Christopher Trimmel Andreas Voglsammer zum Kopfball kommen, 1:1 (65.). Bielefeld wurde immer mutiger, Union versuchte zu kontern. Für einen Sieg reichte es aber nicht.