Feuer in Alter Försterei

Union gibt Entwarnung nach Brand im Stadion

Das Zweitliga-Spiel des 1. FC Union gegen den FC St. Pauli kann trotz des Brandes in der Haupttribüne der Alten Försterei stattfinden.

Die Feuerwehr hatte den Brand in der Alten Försterei schnell unter Kontrolle

Die Feuerwehr hatte den Brand in der Alten Försterei schnell unter Kontrolle

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin.  Der Schreck saß den Mitarbeitern des 1. FC Union immer noch in den Gliedern. Und natürlich war der Brand, der am späten Donnerstagabend in der Haupttribüne der Alten Försterei wütete, Gesprächsthema am nächsten Tag.

Ein defekter Kühlschrank, so die abgeschlossenen Ermittlungen des Landeskriminalamtes, war im ersten Obergeschoss in Brand geraten, dabei wurde eine Vorbereitungsküche komplett zerstört sowie Teile des Vip-Bereiches im ersten Obergeschoss und Räume im Erdgeschoss vor allem durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen.

Die guten Nachrichten sind: Es entstand lediglich ein Sachschaden und die Partie des Fußball-Zweitligisten am Sonntag gegen den FC St. Pauli (13.30 Uhr) kann stattfinden.

Statik des Gebäudes ist nicht beschädigt

Prüfungen ergaben, dass die Statik des Gebäudes keinen Schaden genommen hat, da technische Einrichtungen wie zum Beispiel die Klimaanlage sich rechtzeitig abgeschaltet haben, um keine Rußpartikel weiterzuleiten.

„Zudem haben alle Meldewege perfekt funktioniert“, sagte Christian Arbeit, Unions Geschäftsführer Kommunikation. Tatsächlich war die Feuerwehr mit 40 Einsatzkräften rechtzeitig vor Ort, um den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen.

„Der Austragung des Spiels steht nichts im Wege“, sagte Arbeit: „Jetzt bringen wir alles in Ordnung, machen schön sauber und lüften, bitten aber schon mal bei denen um Verständnis, die am Sonntag im Hause sein werden. Es wird an der einen oder anderen Stelle spürbar sein, dass es keine ganz normale Spieltagsvorbereitung war.“ Derzeit sind noch zahlreiche Trocknungsgeräte im Einsatz.

Zugang Zulj steht vor seinem Debüt

Die Vorbereitung der Profis wurde durch den Brand und dessen Auswirkungen nicht behindert. Trainer Urs Fischer sieht im Duell mit dem Kiezklub eine „Herausforderung für uns“. Schließlich sind die Hamburger die einzige Mannschaft, die beide Liga-Spiele zu Saisonbeginn gewinnen konnte.

Um so wichtiger findet es der Schweizer Coach, „dass der Verein auf dem Transfermarkt noch einmal tätig geworden ist, weil wir in der Offensive doch dünn besetzt waren“. Vor allem von Robert Zulj , bis Saisonende vom Erstligisten Hoffenheim ausgeliehen, erwartet Fischer eine Qualitätssteigerung in seinem Team. „Er ist ruhig am Ball, kann einen guten letzten Pass spielen und hat auch eine gute Verdrängung aufgrund seiner Statur“, sagte Fischer über den 1,89-Meter-Mann.

Ob er zweiter Stürmer neben Sebastian Andersson sein kann, um das favorisierte 4-4-2 umzusetzen, ist fraglich. Zulj selbst sieht sich hinter den Spitzen oder im Mittelfeldzentrum. Fischer erkennt in dem 26-Jährigen einen „Neuneinhalber“, quasi eine hängende Spitze. In jedem Fall hat Union durch Zulj „mehr Variabilität, auch mehr Sicherheit, sollte sich mal ein Spieler verletzen“, so Fischer.

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