Zweite Liga

Union schaltet jetzt in den Angriffsmodus

Bei Union soll nach der Verpflichtung von Suleiman Abdullahi noch ein weiterer Stürmer kommen. Und es gibt einen heißen Kandidaten.

Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, verpflichtet zwei neue Stürmer

Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball, verpflichtet zwei neue Stürmer

Foto: Annegret Hilse / picture alliance/dpa

Berlin.  Einen neuen Stürmer wollte der 1. FC Union noch verpflichten. Nun werden es gleich zwei. Die Verpflichtung Suleiman Abdullahis (21) gab der Fußball-Zweitligist am Dienstag bekannt. Der Nigerianer kommt von Eintracht Braunschweig aus der Dritten Liga, wo er laut DFB-Regularien nicht spielberechtigt ist. Abdullahi ist bis Saisonende ausgeliehen, Union hat jedoch eine Kaufoption für einen Vertrag bis 2022.

Oliver Ruhnert glaubt, einen sehr begehrten Spieler bekommen zu haben. Unions Geschäftsführer Profifußball sieht in Abdullahi vor allem einen Transfer für die Zukunft, zumal der Profi noch an den Folgen einer Knöchelverletzung vom April laboriert und erst in vier bis sechs Wochen zur Verfügung stehen wird. Da es sich um eine „frische Verletzung“ handelt, wie Ruhnert es bezeichnete, und nicht um eine chronische, ist Union die Verpflichtung eingegangen.

Abdullahi trifft mit dem Norweger Julian Ryerson bei Union einen alten Bekannten wieder. Zusammen spielten sie bei Viking Stavanger, wohin Abdullahi im Februar 2015 als 18-Jähriger gewechselt war.

Bereit für Gespräche mit wechselwilligen Spieler

Der zweite Angreifer, der auch ausgeliehen werden soll, muss Union sofort helfen. Mit ihm soll die „Qualität der Mannschaft stabilisiert werden“, so Ruhnert. Laut „Kicker“ ist Robert Zulj (26) von der TSG Hoffenheim heißer Kandidat. Der Österreicher war 2017 vom Zweitligisten Fürth zur TSG gewechselt, konnte sich beim Bundesligisten aber nicht durchsetzen.

Da Union nach den Abgängen von Philipp Hosiner (Graz), Cihan Kahraman (Fürstenwalde) und dem Fehlen von Sebastian Polter (Reha nach Achillessehnenriss) nur einen einsatzfähigen Stürmer (Sebastian Andersson ) hat, sind Zugänge nötig, will Union im bevorzugten 4-4-2 mit zwei Stürmern spielen lassen – von Alternativen, sollte Andersson mal ausfallen, ganz zu schweigen.

„Was Zugänge betrifft, sind unsere Planungen damit abgeschlossen“, sagte Ruhnert. Was nicht heißt, dass es nicht noch Abgänge geben könnte. „Wenn ein Spieler über seine Zukunft sprechen möchte, führen wir diese Gespräche“, sagte Ruhnert. Sein Ziel ist es, bis zum zweiten Transferfenster in der Winterpause den dann 30 Spieler umfassende Kader auf 26 bis 27 Mann zu reduzieren. „Ich werde nie verhindern, dass ein Spieler seine Karriere woanders fortsetzt, sollte er sich bei uns korrekt verhalten und im Training immer Gas gegeben, jedoch keine Einsatzchance bekommen haben“, erklärte Ruhnert. Wechselwilligen Spielern werden also keine Steine in den Weg gelegt.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.