Der 1. FC Union Berlin stellt seine sportliche Leitung neu auf und startet mit veränderter Struktur und neuem Personal in die Vorbereitung auf die Saison 2018/19. Die Bereiche Profifußball und Nachwuchs-/Amateurfußball werden künftig getrennt voneinander von zwei Geschäftsführern verantwortet.

Präsidiumsmitglied Lutz Munack, zuletzt als Geschäftsführer Sport gesamtverantwortlich für alle Fußballabteilungen im Verein, fungiert ab sofort als Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball. Neben der sportlichen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungszentrums verantwortet er auch die Errichtung des zentralen NLZ-Standortes.

Gehen muss Helmut Schulte. Darauf verständigten sich der 60-jährige Leiter der Lizenzspielerabteilung, seit Februar 2016 bei Union, und die Vereinsführung einvernehmlich. Union-Präsident Dirk Zingler: „Wir haben gerne mit Helmut Schulte zusammengearbeitet und danken ihm herzlich für sein Engagement in den vergangenen Jahren. Gemeinsam sind wir in den letzten Wochen zu der Überzeugung gekommen, dass ein Neuanfang in der Lizenzspielerabteilung nach dieser Saison richtig ist.“ Die Belange der Lizenzspielerabteilung, darunter die Führung des Trainer- und Funktionsteams, das Scouting und die Kaderplanung, werden zukünftig vom Geschäftsführer Profifußball übernommen.

Hofschneider bekommt andere Funktion im Klub

Trainer André Hofschneider wird die Profis nicht mehr betreuen. Hofschneider hatte diese Aufgabe im Dezember 2017 übernommen. Er wird dem Verein als Trainer in einem anderen Bereich erhalten bleiben.

„In der Lizenzspielerabteilung haben wir unser selbstgestecktes Ziel, den Aufstieg in die Bundesliga, klar verfehlt. Stattdessen ist es uns erst in der letzten Woche und nach Mobilisierung aller Kräfte gelungen, die Zweitligazugehörigkeit zu sichern. Wir haben im Präsidium frühzeitig begonnen, unsere Entscheidungen der letzten Monate speziell in diesem Bereich zu hinterfragen“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler.

„Die Analyse umfasste Strukturen, Entscheidungswege und auch die personelle Besetzung von Positionen“, so der Union-Boss weiter: „Wir haben in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit kurzen, schnellen Entscheidungswegen und klaren Verantwortlichkeiten gemacht. Das wollen wir mit diesen Veränderungen wieder erreichen.“