Zweite Liga

Union bekennt sich klar zur 50+1-Regel

Klubchef Dirk Zingler fordert klarere Regeln, um den Investoren-Einfluss zu begrenzen. Lizenzen für die ersten drei Ligen beantragt.

Dirk Zingler, der Präsident des 1. FC Union, fordert klarere Regeln bei 50+1

Dirk Zingler, der Präsident des 1. FC Union, fordert klarere Regeln bei 50+1

Foto: Soeren Stache / picture alliance / Soeren Stache

Berlin.  Zweitligist 1. FC Union hat die Lizenzen für die Bundesliga, die Zweite und die Dritte Liga beantragt. „Wir werden die entsprechenden Lizenzen erhalten und in der Lage sein, auch in der nächsten Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen zu schicken“, wird Klubchef Dirk Zingler in einem Brief an die Vereinsmitglieder zitiert. Als Tabellenachter liegen die Köpenicker „auf einem trügerischen Mittelfeldplatz “.

Zugleich machte er die Position Unions bei der Diskussion um die 50+1-Regel deutlich, nach der die Stimmenmehrheit auch nach Einstieg eines Investors beim Klub verbleiben soll (50 Prozent plus eine Stimme). Die derzeit gültige Fassung der Regel sei „grundsätzlich richtig“, angesichts der Ausnahmeregelungen aber diskussionswürdig.

„Zustimmen würden wir nur einer Neufassung mit noch klareren Regeln, um den Einfluss von Investoren im deutschen Fußball zu begrenzen. Eine Lockerung der bisherigen Bestimmungen kommt für uns nicht in Betracht“. Die 36 Profiklubs der Deutschen Fußball Liga (DFL) werden am Donnerstag auf der DFL-Mitgliederversammlung unter anderem über dieses Thema diskutieren.

Keine Ausgliederung der Profiabteilung

Darüber hinaus machte Zingler erneut deutlich, dass Union keine Pläne verfolge, „seine Profimannschaft in eine Kapitalgesellschaft auszulagern“. Es sei „falsch, den Fußball immer weiter von den Menschen und ihrer Mitgestaltung zu entfernen“.