Fußball-Zweitligist 1. FC Union hat eine Sorge weniger. Zwei Wochen nachdem die Übernahme des bisherigen Vermarkters Upsolut Merchandising GmbH und Co. KG durch den Ligakonkurrenten FC St. Pauli zum 1. Januar 2016 bekannt geworden war, haben sich beide Seiten auf die Kündigung des eigentlich bis Saisonende 2019/20 laufenden Vertrages zum 2. Januar 2016 verständigt.
Damit übernimmt Union die Rechte an seinen Fanartikeln ab 3. Januar kommenden Jahres. In der Vereinbarung wurde auch geregelt, dass der Köpenicker Klub die Mitarbeiter der Fanshops weiter beschäftigt.
„Beiden Seiten war klar, dass nach der Übernahme keine weitere Zusammenarbeit im Merchandising-Bereich möglich ist“, sagte Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation bei Union: „Wir haben nun eine vernünftige Lösung gefunden, so dass die Trennung Anfang des neuen Jahres ohne Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebes erfolgen kann.“
Schnelle Einigung über alle Modalitäten
St. Paulis kaufmännischer Geschäftsführer Andreas Rettig erklärte: „Wir haben über alle Modalitäten sehr schnell Einigung erzielt. Es war für beide Parteien eine unglückliche Konstellation, und wir hätten an Unions Stelle ähnlich gehandelt.“
Die Köpenicker hatten zuletzt mit 1,8 Millionen Euro zu einem erheblichen Teil am Gesamtumsatz von Upsolut (8,5 Millionen Euro) beigetragen. Der daraus erzielte Gewinn in Höhe von 500.000 Euro wäre ohne die Beendigung der Zusammenarbeit mit Upsolut ab nächstem Jahr in die Kassen des FC St. Pauli geflossen.
Nach Bekanntwerden der Übernahme von Upsolut durch die Hamburger Kiezkicker am 24. November 2015 hatte Union den Vertrag mit dem Vermarkter fristlos gekündigt.





