Fußball-Zweitligist 1. FC Union bastelt nur wenige Tage nach Saisonschluss weiter intensiv am Kader für die kommende Spielzeit. Der Köpenicker Klub verpflichtete am Mittwoch Kenny Prince Redondo von der SpVgg Unterhaching. Der Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei vom Drittliga-Absteiger an die Alte Försterei und erhält einen vertrag bis Sommer 2017.
„Kenny ist ein junger und sehr schneller Spieler, den wir intensiv beobachtet haben und der in der Dritten Liga eine gute Rolle gespielt hat. Er war als 20-Jähriger in dieser Saison Stammspieler seiner Mannschaft und wir glauben, dass er eine Perspektive in der Zweiten Liga haben kann“, kommentierte Union-Trainer Norbert Düwel den Transfer: „Wir werden gemeinsam mit ihm daran arbeiten, dieses Niveau zu erreichen und den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu gehen.“
Der Deutsch-Spanier Redondo spielte seit der Jugend für Unterhaching. In der abgelaufenen Drittliga-Saison stand er bei den Profis in 33 Spielen auf dem Platz und schoss dabei drei Tore. Der 1,81-Meter-Mann wurde für die linke Seite geholt.
„Ich habe noch viel zu lernen“
„Ich bin sehr gespannt auf den Verein und möchte mich der Herausforderung Zweite Liga stellen“, sagte Redondo, wohl wissend, dass „ich noch viel zu lernen habe. Aber der Trainer ist bereit, jungen Spielern eine Chance zu geben. Die möchte ich unbedingt nutzen.“
Die schnelle Verpflichtung Redondos, dessen Vertrag auch die die Bundesliga gilt, ist auch dem Umstand geschuldet, dass Unterhaching nach dem Abstieg in der Regionalliga finanziell den Gürtel enger schnallen muss.
„Die sportliche Situation des abgebenden Vereins hat zu einer sehr schnellen Einigung beigetragen. Wir verpflichten mit Kenny Prince Redondo einen hungrigen jungen Mann, der den Konkurrenzkampf beleben wird und dem wir den Sprung in die Zweite Liga zutrauen“, erklärte Nico Schäfer, Unions kaufmännisch-organisatorischer Leiter.
Quaner bringt Athletik und Durchschlagskraft mit
Redondo ist nach Benjamin Kessel, Raffael Korte (beide Eintracht Braunschweig), Stephan Fürstner (SpVgg Greuther Fürth), Dennis Daube (FC St. Pauli) und Collin Quaner (VfR Aalen) bereits der sechste Zugang für die kommende Saison.
Mit Quaner wechselte ein Stürmer zu Union, „der schon bewiesen hat, dass er in der Liga für einige Tore gut ist. Collin bringt viele Dinge mit, die man als Stürmer braucht. Größe, Athletik, Durchschlagskraft und Schnelligkeit. Ich bin sicher, dass er uns weiterhelfen wird und uns in der Offensive unberechenbarer macht“, sagte Trainer Düwel.
Wie Redondo erhielt auch Quaner einen Vertrag bis 2017. „Union hat eine Spielphilosophie, die zu mir passt, und der Trainer setzt auch auf junge Spieler. Dieses Gesamtpaket gefällt mir ausgezeichnet, deshalb habe ich mich über das Angebot sehr gefreut und mich für die Eisernen entschieden“, sagte der 23-jährige gebürtige Düsseldorfer, der in der abgelaufenen Spielzeit für Absteiger Aalen sechs Tore in 27 Spielen erzielte.
Jopek wechselt zu Aufsteiger Bielefeld
Björn Jopek, einer von sechs Spielern, die keinen neuen Vertrag für das nächste Jahr erhielten, wechselt zu Arminia Bielefeld. Der Zweitliga-Aufsteiger gab dem Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2017. Jopek musste Union nach 14 Jahren und 55 Zweitliga-Spielen (fünf Tore) verlassen.
„Björn Jopek ist ein entwicklungsfähiger Spieler, der mit 21 Jahren bereits über Erfahrung in der Zweiten Liga verfügt. Er besitzt eine hohe Spielintelligenz und ist im offensiven Mittelfeld variabel einsetzbar“, sagte Arminia-Sportchef Samir Arabi.
Jopek erklärte, er sei „glücklich, hier in Bielefeld zu sein und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir gemeinsam den erfolgreich eingeschlagenen Weg des DSC weiterführen können. Besonders freue ich mich auf das tolle Stadion und die fantastischen Fans von Arminia, die ihr Team zuletzt außergewöhnlich unterstützt haben.“





