Saisonfinale

Union hofft auf einen guten Eindruck zum Abschluss

Der Rahmen für ein letztes Fußballfest in der Alten Försterei ist gegeben. Doch für den Zweitligisten Union ist die Partie gegen Braunschweig mehr als nur der Ausklang einer durchwachsenen Spielzeit.

Foto: Roland Holschneider / dpa

Es ist meist der letzte Eindruck, der in Erinnerung bleibt. Schon allein deshalb wird der 1. FC Union im letzten Saisonspiel am Pfingstsonntag gegen Eintracht Braunschweig (15.30 Uhr, Alte Försterei) hochgradig bemüht sein, die Umbruchsaison 2014/15 mit einem Sieg zu beenden. Das Minimalziel – ein Platz in der oberen Tabellenhälfte – wäre erreicht. Und nicht nur die Fans würden mit dem Gefühl, dass nicht alles schlecht gewesen ist in dieser Spielzeit, in die Sommerpause gehen.

„Wir sind schon in der Bringschuld“, appellierte Trainer Norbert Düwel an seine Spieler. Er erwartet Professionalität von seiner Mannschaft, auch wenn es gegen Braunschweig um nichts mehr geht außer um drei Punkte und die Siegprämie. Christopher Trimmel geht da mit gutem Beispiel voran. „Für mich macht das schon einen Unterschied, ob du am Ende Zwölfter oder Neunter bist“, sagte der Rechtsverteidiger.

Entsprechend hart ging es auch im Training zur Sache. „Es galt, bei dem einen oder anderen noch einmal die Sinne zu schärfen“, erklärte Düwel. Schließlich habe sein Team in den vergangenen Wochen, in denen der Abstieg längst umschifft worden war und der Zug nach oben längst abgefahren, ein gutes Gesicht gezeigt. In den vergangenen acht Partien gab es nur eine Niederlage, das 1:2 vor heimischer Kulisse gegen Erzgebirge Aue. Selbst wenn nun noch gegen die Eintracht verloren würde, würde „das, was wir hier in dieser Saison geschafft haben, sich nicht schlechter anfühlen“, sagte Düwel.

Klubchef Zingler fordert: nie wieder Niemandsland

Doch da ist noch mehr. „Es kann nicht auf Dauer unser Anspruch sein, im Niemandsland der Tabelle zu landen“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler just vor dem Saisonfinale. Der gesamte Verein müsse „in Anspruchsdenken, Professionalität und Mentalität“ den nächsten Schritt machen. Damit wiederholte der Klubchef ein Fernziel, das für die Köpenicker nun um einiges näher rücken soll: der Aufstieg in die Bundesliga.

Dazu passt die Vertragsverlängerung mit dem Kroaten Damir Kreilach bis Sommer 2019. „Ich möchte mit Union in den kommenden Jahren um die ersten Plätze der Liga spielen“, machte der Kapitän deutlich. Mit dieser Entscheidung will der 26-Jährige „persönlich ein Signal setzen“. Insofern darf der Auftritt gegen Braunschweig bereits als erste Visitenkarte gelten, die Union auf dem Weg zum neuen Ziel abgibt.

Der Rahmen für eine letzte Fußballparty in der Alten Försterei ist jedenfalls gegeben. Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff werden jene sechs Spieler verabschiedet, die keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Und nach der Partie warten im Biergarten Hämmerlingstraße Livemusik mit der Coverband „The AC/DCs“ sowie die schon traditionelle Autogrammstunde mit der gesamten Mannschaft. Fehlt bloß noch ein gutes Spiel gegen Braunschweig, das in Erinnerung bleibt und Appetit macht auf die kommende Saison.