Zunächst einmal ist Michael Parensen glücklich. Darüber, „dass ich jetzt zwei Spiele machen konnte“, sagte der Mittelfeldspieler des 1. FC Union. „Zufrieden bin ich damit natürlich noch nicht. Aber ich denke schon, dass ich auf einem ganz ordentlichen Weg bin. Diese zwei Spiele waren jetzt ein Start für mich in diese Saison.“

Wieder einmal hatte eine Verletzung (Schienbein) den Zweitliga-Profi zurückgeworfen, wieder hat er sich herangekämpft. Genau zur rechten Zeit, denn was mit dem Defensivspieler gegen Sandhausen begann, soll am Freitag beim VfR Aalen fortgesetzt werden. Der 28-Jährige ist in nicht geringem Maße ein Hoffnungsträger dafür, dass es mit den Köpenickern weiter bergauf geht.

Ausgerechnet Parensen, der letzte verbliebene Aufstiegsheld von 2009, profitiert von der Talfahrt der Köpenicker in den vergangenen Wochen. Weil Trainer Norbert Düwel in der Abwehr von Dreier- auf Viererkette zurückgestellt hat und ihn dort links spielen lässt. Und weil Parensen alle Tugenden widerspiegelt, die im Abstiegskampf nötig sind.

Unbändiger Einsatz auf dem Platz

„Zweikämpfe gewinnen, um den Ball zu erobern, und sich dann bewegen, um ihn weiterspielen zu können. Nur wenn das stimmt, kann man alles, was man sich vorgenommen hat, auch abliefern“, verdeutlichte er. Dinge, die er selbst mit unbändigem Einsatz auf den Platz bringt, ohne sich und den Gegner dabei zu schonen. Sein am Ende missglückter Rettungsversuch vor dem zweiten Gegentor auf St. Pauli (0:3), als er sich immer wieder in die Schussbahn warf, sei hier ebenso genannt wie die robusten Zweikämpfe beim Sieg gegen Sandhausen (3:1).

Überhaupt Sandhausen. Auch Parensen hofft, dass die Partie der Durchbruch gewesen ist. „Natürlich wissen wir aufgrund der ersten Halbzeit, dass wir noch nicht da sind, wo wir hinwollen“, sagte Parensen: „Aber ich gehe einfach davon aus, dass wir mit dem Gefühl aus der zweiten Halbzeit gegen Sandhausen und dem Wissen, worum es geht, um Spiele zu gewinnen, auch in Aalen eine gute Figur abgeben können.“

Doch nicht nur er, sondern auch Coach Düwel erwartet in Aalen „einen unbequemen Gegner, der genau weiß, was er zu tun hat“. Das sollten die Union-Profis spätestens nach dem Sandhausen-Spiel allerdings auch wissen. Falls nicht, genügt einfach ein Blick auf Michael Parensen.