Testspiel

Kreilach führt Union zum Härtetest gegen Europas Elite

Auf Union wartet in der Zweitliga-Generalprobe mit dem FC Sevilla kein Geringerer als der Europa-League-Sieger. Auf die Fans warten in der Alten Försterei eine neue Spielweise – und ein neuer Kapitän.

Foto: Soeren Stache / pa/dpa

Ein gewisses Kribbeln will Norbert Düwel gar nicht verhehlen. „Das wird schon etwas Besonderes, auf jeden Fall. Und es wird sicherlich noch besonderer im ersten Heimspiel in der Zweiten Liga. Ich hoffe aber, dass auch am Sonntag schon die Atmosphäre entsprechend da sein wird.“

Es wird der erste Auftritt, den der neue Trainer des 1. FC Union im heimischen Stadion an der Alten Försterei erleben wird. Noch dazu gegen keinen Geringeren als den Europa-League-Sieger FC Sevilla (15.30 Uhr). Es wird die Generalprobe, bevor eine Woche später der Ernst der Zweiten Liga mit der Partie beim Karlsruher SC (3. August, 15.30 Uhr) beginnt.

In jedem Fall werden die Fans ein Novum erleben. Denn erstmals seit vier Jahren wird es nicht Torsten Mattuschka sein, der die Köpenicker etatmäßig auf den Rasen führt, sondern Damir Kreilach. Der Kroate wurde von Düwel zum neuen Kapitän bestimmt, der Österreicher Christopher Trimmel, Zugang von Rapid Wien, ist neuer Stellvertreter.

Der neue Kapitän zollt Mattuschka großen Respekt

„Ich sehe das als Anerkennung und danke der Mannschaft und dem gesamten Verein für die Unterstützung in meinem ersten Jahr hier bei Union. Ich bin sehr stolz und werde noch härter für den Erfolg arbeiten“, sagte Kreilach: „Mein Respekt gilt Torsten Mattuschka, der ein großer Unioner ist und der für Union auch weiterhin alles geben wird.“

Mattuschka kommentierte seine Degradierung wie folgt: „Es wird Zeit, dass mehr Spieler Verantwortung übernehmen, deshalb kann ich diese Entscheidung absolut nachvollziehen.“ Der Coach wollte im Zuge des von Union angekündigten emotionalen Neustarts damit „Prozesse innerhalb der Mannschaft verändern und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen“.

Dies soll gegen Sevilla zum Tragen kommen. „Wir haben in dieser Woche die Belastung so gesteuert, dass wir allmählich in die körperliche Verfassung kommen, um solche Spiele bestreiten zu können“, erklärte Düwel. Deshalb wurde die hohe Intensität im Training unter der Woche zurückgeschraubt, um wieder für mehr Spielfreude zu sorgen.

Trainer Düwel erwartet deutliche Fortschritte

„Die Dinge, die wir uns hart erarbeitet haben, müssen nun allmählich greifen. Ich habe auch gesagt, das ist kein Prozess, der in fünf Wochen abgeschlossen ist, aber man muss von Spiel zu Spiel Fortschritte erkennen. Ich bin sicher, dass dies der Fall sein wird. Wir werden defensiv sicherer sein, egal ob mit Dreier- oder Viererkette. Und ich möchte mehr Frische auf dem Platz sehen“, forderte Düwel.

Und er ist sich mit Blick auf Sevilla sicher: „Die werden schon eine ordentliche Mannschaft hier präsentieren.“ Schon weil auf den Fünften der vergangenen Saison in der Primeira Division das Spiel um den europäischen Supercup wartet. Und da ist Champions-League-Sieger Real Madrid der Gegner.