Stockholm

Randalierer verletzen bei Union-Testspiel zwölf Polizisten

Bei den Krawallen am Wochenende in Stockholm sind mehr Menschen verletzt worden, als bisher bekannt war. Ein Beamter wurde von einer Flasche im Gesicht getroffen, neun Polizisten erlitten Hörschäden.

Foto: Erik Martensson / dpa

Bei den gewalttätigen Tumulten beim Testspiel zwischen dem schwedischen Fußball-Erstligisten Djurgården IF und dem 1. FC Union Berlin sind zwölf Polizisten verletzt worden. Nach Angaben der Stockholmer Polizei bekam ein Beamter eine Flasche ins Gesicht, neun Beamte erlitten Hörschäden durch Knallkörper. Auch ein deutscher Fan sei verletzt worden.

Das Spiel war am Sonnabend in der 73. Minute beim Stand von 1:1 (1:0) abgebrochen worden, nachdem Anhänger beider Clubs wiederholt Pyrotechnik gezündet hatten und auf den Platz gestürmt waren. Am späten Abend hatten sich die Tumulte im Zentrum von Stockholm fortgesetzt. Hunderte Menschen lieferten sich vor einer Kneipe eine Schlägerei. Zu Festnahmen kam es nach Angaben der Polizei aber nicht.

Der Stockholmer Verein zeigte sich schockiert. „Dass ein Spiel auf diese Weise abgebrochen werden muss, ist, gelinde gesagt, äußerst tragisch. Djurgården wird niemals Gewalttaten im Zusammenhang mit seinen Spielen akzeptieren“, hieß es am Montag auf der Webseite. Der Verein wolle den Vorfall gründlich analysieren.

Auch beim 1. FC Union werden am Montag die Randale erneut Thema sein. Das Präsidium werde zusammentreten, kündigte Pressesprecher Christian Arbeit an.

Nach einem Bericht der schwedischen Tageszeitung „Aftonbladet“ verfügt die Tele2 Arena, in der das Spiel stattfand, über 475 Überwachungskameras. Mit Hilfe der Aufnahmen versucht die Polizei nun, die Akteure zu identifizieren.