Einsatzgarantie

Mattuschka-Effekt soll auf dem Betzenberg zum Erfolg führen

Obwohl Torsten Mattuschka zuletzt wegen Grippe mit dem Training aussetzen musste, wird der Union-Kapitän in Kaiserslautern von Beginn an auflaufen. Das macht schon aus statistischen Gründen Sinn.

Foto: Oliver Mehlis / pa/ZB

Uwe Neuhaus wollte erst gar keine Unsicherheit aufkommen lassen. „Wir treten mit Torsten Mattuschka an, da lege ich mich schon fest, nicht dass da noch jemand Zweifel hat“, sagte der Trainer des 1. FC Union vor dem Spitzenspiel in der Zweiten Liga beim 1. FC Kaiserslautern am Sonnabend (13 Uhr, Sky).

Der Kapitän, nur wenige Meter weiter links sitzend, streckte sofort seine Faust in die Höhe. So als wollte er zeigen: Ich habe es geschafft. Mattuschka selbst hatte zuvor zu verstehen gegeben: „Ich bin wieder gesund, denke ich. Jetzt muss der Trainer entscheiden, ob ich spielen kann.“

Diese Entscheidung ist offensichtlich gefallen, zugunsten des 33-jährigen Publikumslieblings. Die Frage ist nur: Wie fit ist Mattuschka wirklich? Hat die Zeit ausgereicht, um ihn vollends von einer Grippe, zugezogen nach dem 0:0 gegen Karlsruhe vor zwei Wochen, zu kurieren und ihn wieder auf das Leistungsniveau von einhundert Prozent zu bringen?

Erste komplette Trainingseinheit am Mittwoch

„Das kann man immer schlecht sagen“, sagte Mattuschka: „Ich war jetzt eine Woche raus aus dem Training.“ Erst am Mittwoch absolvierte er wieder eine komplette Übungseinheit mit der Mannschaft, „dabei habe ich mich ganz gut gefühlt“, so Mattuschka. Zuvor sah man ihn nur bei intensiven Laufeinheiten.

Dass Mattuschka alles daran setzen wird, nach dem Spiel in Köln nicht gleich das zweite Spitzenduell zu verpassen, ist klar. Schon aus eigenem Interesse. „Wegen solcher Spiele sind wir doch Fußballprofis geworden“, erklärt Mattuschka immer wieder, wenn ein solches Highlight ansteht.

Und „wie wichtig er für die Mannschaft ist, hat man ja in Köln gesehen“, verdeutlichte Neuhaus. Vor zweieinhalb Wochen, als der Kapitän wegen einer Gelb-Sperre zuschauen musste, ging Union mit 0:4 unter. Es fehlte die ordnende Figur im Mittelfeld.

Fünf Tore durch Mattuschka, fünf Siege für Union

Offenbar reicht derzeit schon allein seine Präsenz in den Trainingsstunden aus, um für ein höheres Maß an Motivation zu sorgen. „Die Art und Weise, wie er ins Training eingestiegen ist, gibt den anderen Akteuren ein bisschen mehr Hoffnung, ein gutes Spiel zu machen“, schildert der Trainer seine Eindrücke von den Einheiten in den vergangenen Tagen. Allein schon wegen der guten Laune, die Mattuschka mitbringt.

Man darf also gespannt sein, wie lange Mattuschka auf dem Betzenberg von Kaiserslautern mitwirken wird. „Wenn ich spiele, versuche ich natürlich, so lange wie möglich durchzuhalten“, sagte Mattuschka. Und dabei vielleicht auch ein Tor zu erzielen. Denn die Statistik ist in diesem Fall auf Seiten der Unioner.

Fünf Tore hat der Mittelfeldspieler bislang in der laufenden Saison geschossen, jeweils eines in fünf verschiedenen Spielen – alle Partien wurden gewonnen. Noch ein Beleg dafür, wie wichtig Torsten Mattuschka, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, in dieser Spielzeit für den 1. FC Union ist.