Fußball

Union bittet zur WM in die Alte Försterei – mit eigenem Sofa

Die Gesamtkosten für den Bau der neuen Haupttribüne sind höher als erwartet, das Geschäftsjahr wurde mit einem Minus abgeschlossen. Doch Union hat eine neue Idee und lädt zur WM in die Alte Försterei.

Foto: Hannibal Hanschke / pa

Das Ambiente war wohl gewählt. Die Bilanz, welche die „An der Alten Försterei“ Stadionsbetriebs AG im Vip-Bereich der Haupttribüne präsentierte, hatte jedoch ein dickes Minus. Der Betreiber des größten Berliner Fußballstadions schloss das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem Verlust von 690.615,96 Euro ab.

„Zahlreiche Einstellungen“

„Die Summe resultiert aus zahlreichen Neueinstellungen von Personal sowie von Rückstellungen in Höhe von 337.000 Euro“, erklärte AG-Vorstandsmitglied Oskar Kosche. Durch die Inbetriebnahme des Außenbereichs der Haupttribüne bereits zu Beginn dieses Jahres wurde der erhöhte Personalbedarf erforderlich. 467 anwesende Aktionäre nahmen es aufmerksam zur Kenntnis.

Zudem waren die Gesamtkosten für den Tribünenbau im Stadion des 1. FC Union um gut zehn Prozent höher als geplant, statt 15,0 kostete der Bau 16,7 Millionen Euro. „Dafür hat das Stadion nun vier Vip-Logen und 60 Sitzplätze in bester Lage mehr als geplant“, erklärte Kosche. Für das laufende Geschäftsjahr plant die Stadion-AG mit einem Plus von 40.000 Euro. Ein realistisches Ziel angesichts der 104 Veranstaltungen (Zweitligaspiele, Hochzeiten, Betriebsfeiern, etc.), die allein in den vergangenen vier Monaten stattfanden.

Das Stadion soll zu einer großen Lounge werden

Ein Schmankerl ist zur Zeit der WM in Brasilien geplant. Dann soll die Alte Försterei zur großen Lounge werden, in der die WM-Spiele live verfolgt werden können – auf dem eigenen Sofa.