DFB-Pokal

Union will gegen Regensburg 250.000 Euro verdienen

Die Berliner treten am Montag als Favorit bei Drittligist Jahn Regensburg an. Allerdings konnte die Mannschaft seit 2007 nur ein einziges Mal in die zweite Runde des Wettbewerbs einziehen.

Foto: Sören Stache / dpa

Ausgelassen haben sie nichts. Natürlich saß ein Scout auf der Tribüne, wenn Jahn Regensburg spielte, und sendete seine Informationen nach Berlin zum 1. FC Union. Das gehört zum Standard.

Aber die Köpenicker gingen noch weiter, sie übten auch mit anderen Fußbällen als sonst, griffen zu jener Marke, die in Regensburg verwendet wird. Überraschungen soll es nicht geben, wenn der Zweitligist am Montag beim Drittligisten in der ersten Runde des DFB-Pokals aufläuft (18.30 Uhr, HIER im Liveticker der Berliner Morgenpost).

Und was kam nun heraus beim Scoutingbericht? „Die Beobachtungen haben ergeben, dass Regensburg äußerst spielstark ist“, sagt Trainer Uwe Neuhaus. Klingt nach einem harten Stück Arbeit, das da vor den Berlinern liegt. Zumal der eigene Start in die Liga mit einem Unentschieden und einer Niederlage sehr viel Verbesserungspotenzial lässt.

Und zumal der Pokal nun wirklich nicht die Lieblingsdisziplin von Union ist, seit Neuhaus amtiert. Lediglich einmal, das war vor einem Jahr, kamen die Köpenicker seit 2007 über die erste Runde hinaus – um dann in Runde zwei an einem Drittligisten zu scheitern.

Schlechte Bilanz für Neuhaus

Diese Serie wurmt Neuhaus. „Wir haben in den vergangenen Jahren einiges an Geld liegen lassen im Pokal. Das wollen wir diesmal natürlich vermeiden“, sagt der Übungsleiter. Gut 250.000 Euro gibt es für den Einzug in die zweite Runde. Aber davor steht ein Team, das gerade erst aus der Zweiten Liga abgestiegen ist und deshalb kein leichter Gegner sein wird. Dennoch geht Union als Favorit in das Spiel, diese Rolle nehmen die Berliner auch an. „Unser Ziel ist es, dort hinzufahren und das Spiel zu bestimmen“, sagt Neuhaus.

Gegen den Aufsteiger Bielefeld (1:1) missglückte dieser Vorsatz zuletzt gründlich. „Wichtig ist, dass wir mit der richtigen Einstellung in das Spiel gehen“, mahnt daher Verteidiger Fabian Schönheim. Nach über einer Woche Training, Teambesprechung und Testspiel (2:2 gegen Flota Swinemünde) sollte die gegen Arminia vermisste Kämpfermentalität – Einsatz und Zweikampfhärte fehlten in eklatantem Maße – wieder gefunden worden sein. Ohne dürfte die Aufgabe im Pokal auch kaum zu bewältigen sein. Darauf lassen die Resultate der Beobachtungen des Gegners eindeutig schließen.