Die eine oder andere personelle Veränderung ist beim 1. FC Union mit Blick auf das Duell an diesem Freitag gegen Jahn Regensburg nicht ausgeschlossen (18 Uhr, Alte Försterei, HIER im Liveticker der Berliner Morgenpost). Schließlich gilt es, gegen das Schlusslicht der Zweiten Liga die Negativserie von vier Spielen ohne Sieg endlich zu beenden.
Doch in der Partie gegen die Bayern geht es vor allem um eines: Die Spieler müssen nach den schwachen Auftritten der vergangenen Wochen zeigen, dass sie in der Lage sind, an die guten Leistungen der Saisonmitte anzuknüpfen. Nur dann hat Trainer Uwe Neuhaus die Gewissheit, dass er mit ihnen auch über die Spielzeit hinaus planen kann. Mit anderen Worten: Die Saison 2013/14 beginnt für die Köpenicker bereits heute Abend.
Der Coach ließ mit Blick auf Veränderungen im Kader für die nächste Saison jedenfalls schon wissen: „Unabhängig ist das von den letzten vier Spielen sicher nicht.“ Mit anderen Worten: Wer den Weg der Unioner in Richtung Bundesliga mitgehen will, muss dies jetzt zeigen. „Uns verlassen ja schon einige“, sagte Neuhaus. Die Verträge sowohl von Christoph Menz als auch von Patrick Zoundi werden nicht mehr verlängert.
Mannschaft wird weiter punktuell verstärkt
Und nachdem der Aalener Martin Dausch bereits als Zugang feststeht, „wollen wir die Mannschaft weiter punktuell verstärken. In welcher Anzahl das personell sein wird, hängt auch immer mit den Abgängen zusammen – von den Spielern, deren Verträge auslaufen, die man nicht mehr haben will, ob man eine Option zeiht oder nicht“.
In diesem Zusammenhang nicht uninteressant: Die Entscheidung, ob Union die Optionen für die Verteidiger Fabian Schönheim und Roberto Puncec sowie Mittelfeldspieler Felipe Gallegos zieht, ist immer noch nicht gefallen.
Klar dürfte jedoch sein, dass die Köpenicker noch weiter nach oben rücken wollen im nächsten Jahr. Um vielleicht doch schon an die Aufstiegsplätze anzuklopfen? „Das ist eine Frage der Zeit“, sagte Neuhaus, „Fürth hat 14 Jahre gebraucht, um aufzusteigen. Das ist aber auch nicht unser Anspruch. Natürlich wollen wir uns immer weiter verbessern und so schnell wie möglich in die erste Liga kommen. Aber auch nicht um jeden Preis oder wider die Vernunft. Je weiter man nach oben kommt, desto schwieriger wird es, einen Tabellenplatz nach oben zu klettern.“
Saisonziel aus eigener Kraft erreichen
Insofern sollte der Tabellenletzte gerade recht kommen, um wenigstens das gesteckte Saisonziel (Platz fünf bis sieben) doch noch aus eigener Kraft zu erreichen und nicht weiter von den Missgeschicken der Konkurrenz zu profitieren. „Ob wir dann drei Mann austauschen oder die gesamte Mannschaft – das ist egal“, sagte Neuhaus zur Startelf.
„Diejenigen, die auflaufen, müssen ihre Aufgabe erfüllen, alles andere ist nebensächlich“, lautet die klare Anweisung des Trainers: „Es ist auch nicht wichtig, ob wir ein gutes oder ein schlechtes Spiel zeigen. Die Hauptsache ist, dass wir gewinnen.“
Man darf gespannt sein, ob die Botschaft bei den Profis angekommen ist. Oder ob es im Kader für die kommende Saison doch noch größere Veränderungen geben muss.





