Der FSV Frankfurt bleibt einer der Lieblingsgegner des 1. FC Union Berlin, der gegen die Hessen zu Hause seit 2009 immer zu Null gewann. Der Fußball-Zweitligist aus der Hauptstadt blieb am Sonntag beim 1:0 (1:0) gegen die Hessen auch im fünften Spiel ohne Niederlage und feierte den dritten Heimsieg in Folge. Torsten Mattuschka schoss seine Elf durch einen verwandelten Handelfmeter in der 17. Minute von Rang zwölf auf Platz zehn in der Tabelle. Der unterlegene FSV Frankfurt blieb im vierten Spiel ohne Sieg.
Obwohl die Platzherren ab der 17. nach Gelb-Rot gegen Marcus Heitmeier wegen Handspiels einen Mann mehr auf dem Feld hatten, verpassten sie einen klareren Sieg. Die Gastgeber, im ersten Durchgang sehr souverän, spielten viel zu selten über die Flügel. In der zweiten Hälfte riskierten sie sogar den Ausgleich und wurden immer müder. „Aufwachen, Aufwachen“, forderten die Union-Fans ab der 75. Minuten lautstark. Sekunden vor dem Abpfiff vergab Mattuschka das mögliche 2:0, als er frei über das Tor schoss. Davor hatte Christian Stuff den Ball aus über 30 Metern an die Latte geknallt.
„Von Minute zu Minute bekamen wir in der zweiten Hälfte mehr Angst. Wir haben in dieser Saison noch nie zu Null gewonnen – das war vielleicht auch ein Grund dafür“, meinte Union-Trainer Uwe Neuhaus. „Da muss ich mir für meine Mannschaft wohl was einfallen lassen“, sagte Heitmeier über sein Missgeschick, das mitverantwortlich für die Niederlage in Berlin war.
Das einzige Tor in der „Alten Försterei“ in Berlin hatte vor 15 701 Zuschauern wieder einmal der Union-Kapitän geschossen. Mit seinem verwandelten Elfmeter markierte Mattuschka seinen vierten Saisontreffer. „Wir haben uns schwergetan gegen zehn Mann, aber endlich haben wir mal zu Null gespielt. Das Wichtigste: Wir haben drei Punkte – dafür müssen wir uns bei keinem entschuldigen“, sagte Mattuschka nach der Partie.
dpa/mim



