Zweite Liga

1. FC Union wartet auf seinen letzten neuen Spieler

Die Köpenicker suchen nach dem Abgang von Chinedu Ede noch einen Ersatz für das offensive Mittelfeld. Es wird der sechste Zugang.

Ein paar kleine Informationen fehlten Uwe Neuhaus noch. Immerhin acht Positionen in der Mannschaft des 1. FC Union waren für den Trainer des Berliner Fußballklubs sicher vergeben, bei drei bedurfte es noch ein bisschen Überzeugungsarbeit der betreffenden Fußballprofis. Die Gelegenheit dazu erhielten sie quasi unter Wettkampfbedingungen, am Mittwochabend trat die erste Mannschaft der Köpenicker gegen die eigene U23 an. Komplett zufrieden dürfte der Trainer allerdings kaum gewesen sein, denn als Resultat stand am Ende ein 3:3.

Über das Zustandekommen hält man sich bedeckt, es war ein interner Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zweck war es unter anderem, Daniel Haas noch einmal in Aktion zu sehen. Der Torhüter, als Nummer eins vom Bundesligisten Hoffenheim geholt, verletzte sich in der Vorbereitung am Meniskus und musste operiert werden. Gegen Eindhoven (1:1) spielte er bereits eine Halbzeit, ob es für den Ligastart am Montag beim 1. FC Kaiserslautern reicht, darüber sollte die Partie gegen die U23 Aufschluss geben.

Aber auch in anderer Hinsicht bot sich das Spiel als erkenntnisreich an. Im Aufgebot von Union fand sich auch ein gewisser Wilson Junior. Das ist ein 21 Jahre alter Offensivakteur aus Brasilien, er war zur Probe bei den Köpenickern. Sie suchen nach dem Abgang von Chinedu Ede nach Mainz in die Bundesliga noch einen Ersatz für das offensive Mittelfeld. Bis zum Ende der Woche, so hatte es der Kaufmännische Leiter Nico Schäfer angekündigt, solle der Transfer über die Bühne gehen.

Union könnte sich einiges leisten, schließlich brachte der Verkauf von Ede dem Klub gut eine Million Euro ein. Doch Präsident Dirk Zingler erteilte zu großen Erwartungen bereits eine Abfuhr. „Das Geld für Ede geben wir nicht dafür aus“, sagte er. Etwas kosten würde der Brasilianer aber schon, er steht in der Heimat noch beim Zweitligisten Esporte Clube Jacuipense unter Vertrag.

Alternativ wurde zuletzt Felipe Gallegos (20) aus Chile gehandelt und von Schäfer als Kandidat bestätigt. Gleichzeitig würden aber auch andere Optionen geprüft. Wer es nun wird, wer am besten die Anforderungen von Union erfüllt, muss letztlich Trainer Uwe Neuhaus entscheiden. In jedem Fall wird ein sechster Neuling aus der Fremde dazukommen, was am Ende genau der Zahl an neuen Spielern entspricht, die der Klub in der Vorsaison nach Köpenick lotste (Tijani Belaid kam erst im Winter).