Saisonvorbereitung

1. FC Union gewinnt auch sein siebtes Testspiel

Mit 2:0 siegte der Zweitligist gegen Hibernian Edinburgh. Zudem sind die Berliner bei der Suche nach einem neuen Stürmer fündig geworden.

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Auf dem Trainingsplatz stand er schon am Dienstag, beim Spiel am Abend allerdings, da fehlte Adam Nemec (26) noch in der Mannschaft des 1.FC Union. Die Gewöhnungszeit an die neue Umgebung wäre sonst wohl auch arg knapp bemessen gewesen für den Stürmer. In einer Einheit lassen sich Laufwege und Taktik nur schwer einprägen, da war es schon besser, dass er sich das 2:0 (0:0) gegen Hibernian Edinburgh von der Tribüne aus anschaute – und sie gleich als Lernhilfe nutzen konnte.

Es ging also sehr schnell, dass der Fußball-Zweitligist sich im Angriff verstärkte, nachdem einen Tag zuvor der Wechsel des besten Offensivspielers der vergangenen Saison, Chinedu Ede (25), in die Bundesliga nach Mainz offiziell geworden ist. „Er war einer der absoluten Leistungsträger bei uns“, sagt Trainer Uwe Neuhaus. Und formuliert damit schon einen Anspruch an den Slowaken, der zuletzt in Ingolstadt spielte und für Kaiserslautern in der Bundesliga auflief.

Bleibenden Eindruck hinterlassen

Ablöse kostete Nemec keine, möglich also, dass Union dank der Einnahmen aus dem Ede-Transfer, der für etwa 1,2 Millionen Euro nach Mainz wechselte, sogar ein weiteres Mal aktiv wird. Bei lediglich fünf Zugängen lief die Umgestaltung der Mannschaft bislang ja nicht sonderlich hektisch ab. Für zwei Jahre unterschrieb der Slowake nun bei den Köpenickern und soll vor allem durch seine körperliche Präsenz helfen. „Adam ist äußerst robust und durchsetzungsfähig“, sagt Neuhaus, „dank seiner Erfahrung wird er sich schnell ins Team einfügen und unserem Offensivspiel neue Impulse geben können.“ Nemec, 1,90 Meter groß, ist der erste Zugang für den Angriff bei Union, bislang waren in Torhüter Daniel Haas und den Verteidigern Björn Kopplin, Fabian Schönheim sowie Roberto Puncec lediglich Defensivkräfte verpflichtet worden.

Vor allem in der Partie von Union gegen Ingolstadt hat der Slowake bei den Berlinern einen bleibenden Eindruck hinterlassen, beim 3:3 in der Rückrunde traf Nemec zweimal für die Bayern. „Ich habe bereits mit Kaiserslautern und Ingolstadt gegen Union gespielt und weiß, dass es eine spielstarke Mannschaft ist, die bis zur letzten Minute kämpft“, sagt der Stürmer, der 2009 in Belgien mit Genk den Pokal gewann und 2010 mit Kaiserslautern in die Bundesliga aufstieg.

2:0-Erfolg gegen Edinburgh

Für Union war Hibernian knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart in der Zweiten Liga der erste schwere Gegner im siebten Vorbereitungsspiel. Zuvor waren die Berliner lediglich gegen unterklassige Teams angetreten, mit den Schotten stand ihnen ein Erstligist gegenüber. Aber auch den schlug Union und hielt die Bilanz makellos mit dem siebten Sieg. Allerdings waren die Berliner nur in der zweiten Hälfte gefährlicher als die eher schwachen Schotten. Michael Parensen (50.) und Christopher Quiring (90.) trafen für Union. „Es war keine berauschende Vorstellung, aber wir haben das Spiel kontrolliert“, sagte Trainer Neuhaus. Am Sonntag folgt mit dem PSV Eindhoven der nächste und letzte Erstligist. „Ich hoffe, dass ich gegen Eindhoven zum Einsatz komme“, so Nemec. Wie Union so spielt, sollte er bis dahin gelernt haben.