Unions Innenverteidigung

Einsatz von Madouni gegen Fürth wahrscheinlich

Weil Christoph Menz am rechen Fuß operiert wurde, muss Union-Trainer Uwe Neuhaus gegen Fürth seine Innenverteidigung umbauen. Ahmed Madouni scheint dabei bessere Karten zu haben als Daniel Göhlert und Maurice Trapp.

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Die Entscheidung hatte er Christoph Menz nicht abnehmen wollen. „Aber es war vernünftig, es jetzt machen zu lassen. Christoph hatte schon in den vergangenen Wochen im Training dadurch Probleme“, kommentierte Uwe Neuhaus, Trainer des 1. FC Union, den operativen Eingriff bei seinem Abwehrspieler. Ein Neurom wurde dem 22-Jährigen am rechten Fuß entfernt. Der Coach hofft nun, dass Menz dem Berliner Fußball-Zweitligisten zum Trainingsstart im neuen Jahr (4. Januar) wieder zur Verfügung steht.

Durch diesen Eingriff hat Union jedoch ausgerechnet vor dem letzten Spiel des Jahres bei Greuther Fürth (Freitag, 18Uhr, Sky live und hier im Live-Ticker von Morgenpost Online ) eine Baustelle aufgemacht, die eigentlich keine gewesen wäre. Menz und Christian Stuff hieß das Innenverteidiger-Duo, das sich in den vergangenen Wochen gefunden hatte. Nun muss Neuhaus, ganz gegen seinen Grundsatz, die erfolgreiche Elf der vergangenen Partien umstellen. Prompt brachte der Übungsleiter auch gleich jene drei Namen ins Spiel, die als Menz-Ersatz in Frage kommen: Ahmed Madouni, Daniel Göhlert und Maurice Trapp. Nur: Wer ist der Richtige, um neben dem gesetzten Stuff den Offensivschwung des Tabellendritten zu stoppen?

„Madouni hat sicherlich mehr Trainings- und Spielpraxis als zum Beispiel Göhlert“ sagte Neuhaus. Tatsächlich ist Göhlert nach seinem Faserriss im Adduktorenbereich vom Oktober zwar wieder fit, doch Neuhaus zählt nicht zu den Trainern, die Spieler nach solch langer Pause gleich wieder 90 Minuten spielen lassen, sondern sie eher langsam wieder an die Belastung heranführen. Und gegen Trapp spricht „die mangelnde Erfahrung“, so Neuhaus: „Auch bei seinen Einwechslungen zuletzt hatte er Nervosität gezeigt.“ Genau die sollte Union beim Aufstiegsaspiranten aber nicht zeigen.

Für Madouni spricht zudem seine Erfahrung und seine Kopfballstärke“, fügte Neuhaus hinzu. Und stellte fest, dass es schon darauf hindeute, dass Madouni spielt. Eine nachvollziehbare Entscheidung, jedoch nicht ohne Restrisiko. Madouni, obwohl mit seiner Größe (1,93 Meter) und seinem Gewicht (93 Kilogramm) sehr robust, zählt wegen eben dieser Körpermaße nicht zu den flinksten Verteidigern. Und Fürth ist für seine schnell vorgetragenen Angriffe bekannt. Fakt ist: So wichtig die Operation bei Menz mit Blick auf die restlichen Saisonspiele im Jahr 2012 auch gewesen ist, so sehr schmerzt sein Ausfall morgen in Fürth.