Die unglaubliche Serie des Tabellenführers zwar nicht beendet, doch zumindest einen wichtigen Zähler verbucht: Der 1. FC Union Berlin hat in der 2. Fußball-Bundesliga dem Liga-Krösus Fortuna Düsseldorf beim 0:0 einen Punkt abgetrotzt. Der Hauptstadtclub steht nach dem vierten Unentschieden der Saison mit nun 22 Zählern auf Rang acht.

"Es war ein sehr kampfbetontes Spiel“, sagte Union-Kapitän Torsten Mattuschka. „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hätten mit ein wenig Glück in der ersten Halbzeit auch ein Tor machen können. Am Ende müssen beide Mannschaften mit dem Remis leben.“ Sein Teamkollege Patrick Kohlmann befand: „Ich bin zufrieden, dass wir keinen Gegentreffer kassiert haben. Ich denke, das Ergebnis ist gerecht.“

Die Begegnung im mit 18 432 Zuschauer ausverkauften „Stadion an der Alten Försterei“ begann mit 30 Minuten Verspätung. Der Grund: Mehrere Fanbusse mit rund 1000 Düsseldorfern steckten stundenlang im Stau.

Dennoch benötige Union kaum Anlaufzeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. In der 4. Minute tauchte Christopher Quiring frei vor dem Düsseldorfer Torhüter Michael Ratajczak auf und schob den Ball ins Tor. Doch der Linienrichter erkannte auf Abseits – eine ganz enge Entscheidung. „Nachdem ich die Fernsehbilder gesehen habe, muss ich sagen, dass es maximal gleiche Höhe war“, stellte Düsseldorfs Trainer Norbert Meier fair fest, dessen Mannschaft nun seit 22 Liga-Spielen ungeschlagen ist.

Berlin spielte in der Anfangsphase agil und bestimmte zunächst das Geschehen gegen den Spitzenreiter, der seinerseits mit schnellen Kontern immer wieder für Offensivaktionen sorgte. In einer durchwachsenen Partie, in der sich beide Mannschaften zunehmend auf Augenhöhe begegneten, fehlte den Gastgebern jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss.

Der Anpfiff der zweiten Halbzeit verzögerte sich ebenfalls, nachdem im Düsseldorfer Fanblock Pyrotechnik abgebrannt worden war. Die Polizei schritt ein und beruhigte schnell die Situation, so dass der zweite Durchgang mit ein paar Minuten Verspätung beginnen konnte.

Auf dem Platz passierte anschließend wenig. Erst in der 56. Minute kamen die Gäste zu einer Kopfball-Chance. Tormöglichkeiten der Hausherren waren nicht zu notieren. Düsseldorf erspielte sich ein leichtes Übergewicht, richtig zwingend agierten die Rheinländer aber auch nicht in der immer ruppiger werdenden Partie. „Der Kampf gehört dazu. Der Schiedsrichter hat sehr viel unterbrochen, was auch den Spielfluss behindert hat“, stellte Berlins Kapitän Mattuschka fest.

Unions Mittelfeldspieler Markus Karl sah bereits in der 24. Minute seine fünfte Gelbe Karte in dieser Saison und fehlt dem Hauptstadtclub damit am kommenden Freitag beim Auswärtsspiel gegen den FC Hansa Rostock.