Zweite Liga

1. FC Union verliert gegen Frankfurt mit 1:3

Der 1. FC Union konnte in der Fremde bislang nur wenig reißen, erkämpfte sich aus vier Spielen nur zwei Punkte. Auch am fünften Spieltag wurde es nicht besser. Die Köpenicker mussten sich Eintracht Frankfurt mit 1:3 geschlagen geben.

Ordnung, gut in Defensive stehen, Konter setzen – die Mannschaft des 1. FC Union hatte sich für das Gastspiel bei Eintracht Frankfurt viel vorgenommen. Der Top-Favorit der Zweiten Liga sollte mehr als nur ein wenig geärgert werden. Doch Wunsch und Wirklichkeit lagen am Freitagabend weit auseinander. Zu ängstlich und zu unsortiert gingen die Berliner zu Werke. Und unterlagen verdient mit 1:3 (0.2) beim neuen Spitzenreiter.

Christopher Quiring hatte eine einfache Erklärung parat, warum sich die Unioner ohne Punkte im Gepäck auf die Heimreise mit den Fans im Sonderzug machen mussten. „Das ist eben eine Erstliga-Truppe“, sagte der Mittelfeldspieler. Die Niederlage beim Bundesliga-Absteiger nur dadurch zu erklären, ist jedoch zu einfach. Denn Union überließ der Eintracht vor 35.100 Zuschauern das Mittelfeld zumindest in der ersten Halbzeit nahezu komplett. Die Gegentore durch Theofanis Gekas (30.) und Alexander Meier (37.) hatten sich immer mehr angedeutet. Die Hausherren hätten auch gut und gerne mit einem oder zwei Toren mehr führen können.

Dass die Berliner dabei ordentlich halfen, war jedoch ohne Zweifel nicht beabsichtigt. Beim 0:1 irritierten sich Christoph Menz, der in der Innenverteidigung den verletzten Ahmed Madouni vertrat, und Torwart Jan Glinker gegenseitig. Die fatale Folge: Statt die Hereingabe von Constant Djakpa abzuwehren, kam der Ball ungehindert zu Gekas, der nur noch einzuschieben brauchte. Und beim 0:2 durfte Meier lange und ungehindert Anlauf nehmen, um seinen Kopfball an Glinker vorbei zu setzen.

Erster Torschuss nach 71 Minuten

Wie harmlos Union über weite Strecken agierte, wird beim Blick auf die eigenen Torchancen deutlich. Simon Terodde, der erneut glücklos agierte, hatte die erste richtige Einschussmöglichkeit – nach 71 Minuten. Eintracht-Torwart Oka Nikolov war auf dem Posten. Immerhin nahm Union nun auch aktiv am Spiel teil. Neuhaus: „In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Mut nach vorne bewiesen. Da haben wir gemerkt: Da sind ja Räume, die wir nutzen können.“ So wie eine Viertelstunde vor Schluss, als Quiring eine schöne Direkt-Kombination ausgehend vom eingewechselten Chinedu Ede über Kapitän Torsten Mattuschka und Terodde zum Anschlusstreffer abschloss.

Jetzt witterte Union seine Chance, doch noch einen Punkt aus Frankfurt zu entführen. Neuhaus brachte mit Halil Savran für Christian Stuff einen Stürmer für einen Innenverteidiger, Frankfurts Coach Armin Veh hielt mit dem Stürmertausch Erwin Hoffer für Gekas dagegen. Wie entscheidend beide Wechsel waren, sollte sich in der 90. Minute zeigen. Denn als Hoffer völlig frei an der Strafraumgrenze der Unioner auftauchte, wurde Stuff als möglicher Gegenspieler schmerzlich vermisst. Der österreichische Nationalspieler nutzte folglich den ihm großzügig gebotenen Platz und schoss überlegt und platziert unten links zum 1:3 ein.

Auf Grund der ersten Halbzeit sicher ein „verdienter Sieg für Frankfurt“, musste Quiring neidlos anerkennen. Nur so einfach hätten er und seine Mannschaftskollegen es dem Favoriten nicht zu machen brauchen.