Vorbereitungsspiel

Union Berlin testet gegen Berti Vogts

Prominenter Besuch für den 1. FC Union: Mitte November empfangen die Köpenicker die Nationalmannschaft von Aserbaidschan mit Trainer Berti Vogts. Ob der verletzte John Jairo Mosquera dann mit dabei ist, bleibt ungewiss.

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Die Fans des 1. FC Union können sich in der anstehenden Länderspielpause Mitte November auf hochkarätigen Besuch freuen. Kein Geringerer als Berti Vogts wird sich im Stadion An der Alten Försterei die Ehre geben. Der ehemalige Bundestrainer tritt mit der von ihm betreuten Nationalmannschaft aus Aserbaidschan am 15. November 2011 zum Testspiel in Köpenick an. Für den Berliner Fußball-Zweitligisten sind die 90 Minuten gegen den deutschen Gruppengegner in der EM-Qualifikation eine gute Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen auf das vier Tage später folgende Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf vorzubereiten.

Inwiefern John Jairo Mosquera dann mitwirken kann, bleibt abzuwarten. Denn erneut ist es der Stürmer der Unioner, der seinem Trainer Sorgen bereitet. Genauer gesagt die Muskulatur des Kolumbianers. Am Sonnabend humpelte Mosquera vom Trainingsgelände, seine Tasche unter den Arm geklemmt, die Hände in die Jackentaschen vergraben. Sein Blick war fragend, fast schon ein wenig der Verzweiflung nahe, so als wolle er zum Ausdruck bringen: Warum schon wieder ich? Erst Mitte September hatte Mosquera pausieren müssen wegen einer Zerrung im linken Oberschenkel. Nun ist es der rechte.

Während eines Antritts nach gut einer halben Stunde im Spiel gegen St. Pauli war das Malheur passiert. Den Sprint hatte er zwar noch beenden können, doch im Anschluss blieb Trainer Uwe Neuhaus nichts anders übrig, als Mosquera vom Feld zu nehmen. „Montag wird er untersucht“, sagte Neuhaus am Sonnabend. Es ist nicht das erste Mal, dass Mosqueras Muskulatur unter die Lupe genommen wird. „Wir haben schon vor einigen Wochen seine gesamte Statik überprüfen lassen“, erklärte Neuhaus. Dabei sei ein leichter Beckenschiefstand festgestellt worden. Einlagen sollen nun offenbar für Besserung sorgen. Das Problem „sofort zu beheben, ist aber unmöglich. Das ist ein längerer Prozess“, sagte Neuhaus. Bleibt zu hoffen, dass Mosquera nicht für längere Zeit ausfällt. Denn im Angriff ist Union nicht auf Rosen gebettet, zumal Simon Terodde wegen des Anrisses seines Innenbandes im rechten Knie noch lange fehlen wird.