Zweite Liga

Union und Ex-Manager Beeck einigen sich nicht

Der 1. FC Union hat sich von seinem Teammanager Christian Beeck getrennt. Doch der will sich das nicht gefallen lassen. Eine erste Güteverhandlung vor Gericht scheiterte am Montag.

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Der 1. FC Union Berlin und dessen ehemaliger Manager Christian Beeck streiten weiter um die Kündigung und eine Abfindung. Bei einer Güteverhandlung am Montag vor dem Arbeitsgericht Berlin gab es keine Einigung. Für den 17. November ist nun ein Kammertermin angesetzt, teilte das Arbeitsgericht mit. Beiden Seiten wurden aufgetragen, in Schriftsätzen Stellung zu nehmen.

Fußball-Zweitligist 1. FC Union hatte den noch bis Sommer 2012 laufenden Vertrag mit Teammanager Beeck gekündigt. In der Güteverhandlung begründete Vereinsanwalt Michael Müller diese Kündigung mit einer Änderung der Organisationsstruktur. Beeck-Anwalt Dirk Greiser sprach dagegen von einer „Austauschkündigung“. Beide Parteien zeigten sich laut Gericht jedoch vergleichsbereit.

Gibt es bis zum Kammertermin keine außergerichtliche Einigung, wird das Gericht darüber entscheiden, ob die betriebsbedingte Kündigung Beecks am 17. Mai 2011 rechtmäßig war oder nicht. Sein Vertrag besaß noch eine Anschlussklausel. Nach vorläufiger Einschätzung des Gerichts wird das Arbeitsverhältnis als unbefristet angesehen. Aus Sicht des 1. FC Union ist das Vertragsverhältnis zum 30. Juni 2012 beendet.

Bis dahin bekommt Beeck weiter sein Gehalt, das sich ohne Prämien auf 15.000 Euro monatlich belaufen soll. Knackpunkt ist die Verlängerungsoption. Bei einer betriebsbedingten Kündigung würde von einer Abfindung in Höhe von einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr ausgegangen. Union datiert den Vertragsbeginn auf das Jahr 2008. Bis 2012 würde so die Abfindung zusätzlich zum Grundgehalt rund 30.000 Euro betragen.

Beeck-Anwalt Greiser wies darauf hin, dass sein Mandant in unterschiedlichen Positionen aber schon seit 2005 für seinen Heimatverein tätig war. Dann kämen noch rund 22.000 Euro dazu. Richterin Renate Pickel hat noch nicht entschieden, ob Beeck persönlich zum Kammertermin erscheinen muss.

Bis zu einer Einigung hat der 1. FC Union es seinem immer noch bezahlten Ex-Manager untersagt, für TV-Sender oder Printmedien zu arbeiten. Beim Gütetermin war bekannt geworden, dass Beeck für einen Expertenkommentar beim Zweitligaspiel Energie Cottbus gegen Dynamo Dresden von Union bereits eine Abmahnung bekommen hat.