Am Feinschliff wollten sie arbeiten, im letzten Test vor dem Start in die Zweite Liga am Sonnabend gegen den schottischen Premier-League-Klub Heart of Midlothian (15 Uhr, Alte Försterei) der Stammformation ausreichend Gelegenheit geben, sich einzuspielen. Ein guter Start, das wissen alle beim 1. FC Union, ist die Basis für das Erreichen des Saisonzieles, dass die Köpenicker Kicker mit dem neunten Platz so hoch wie noch nie angesetzt haben.
Langsam aber sicher wird sich Trainer Uwe Neuhaus allerdings Gedanken machen müssen, ob er überhaupt eine wirklich schlagkräftige Mannschaft für den Auftakt beim FSV Frankfurt zusammenbekommen wird. Denn das Union-Lazarett ist um zwei Zugänge reicher geworden.
Mit John Jairo Mosquera und Santi Kolk werden den Berlinern gleich zwei weitere Offensivkräfte fehlen, nachdem Kapitän Torsten Mattuschka ja bereits in der vergangenen Woche wegen seiner Kreuzbanddehnung zum Pausieren gezwungen worden ist.
Verletzungsmisere wie zu Saisonbeginn 2010
Mosquera erlitt einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, zugezogen im Testspiel gegen Jena, als er den Führungstreffer durch Halil Savran vorbereitete. Und Kolk laboriert an einer Zerrung , ebenfalls im linken Oberschenkel. Und das just zu einem Zeitpunkt, als der Niederländer wieder im Begriff war, sich nach seiner im März erlittenen Knochenabsplitterung im linken Fuß wieder heranzukämpfen, sich sogar als Alternaive für Matuschka zu empfehlen. „Es ist schade, dass wir nicht verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen sind, aber wir müssen und werden das kompensieren“, hofft Neuhaus.
Unweigerlich werden Erinnerungen wach an die Hinrunde der vergangenen Saison. Seinerzeit ließ die Verletzungsmisere die Köpenicker nach einem ohnehin schon miserablen Saisonstart bis in den Tabellenkeller stürzen. Eine Region, die die Unioner nun unter allen Umständen meiden möchten. „Bis zum Zweitligastart haben wir zum Glück noch ein paar Tage Zeit, um verschiedene Varianten zu testen“, bleibt Trainer Neuhaus dennoch optimistisch. Eine Verstärkung gab es am Dienstag lediglich abseits des sportlichen Geschehens: Der Eis-Hersteller Langnese wird für mindestens zwei Jahre Sponsor der Köpenicker.





