1. FC Union

Rekordschütze Benyamina geht nach Frankfurt

Weiter in der Zweiten Liga: Union-Stürmer Karim Benyamina wechselt ablösefrei zum Ligakonkurrenten FSV Frankfurt. Dem 29-Jährige, dessen Vertrag nach sechs Jahren in Köpenick nicht verlängert wurde, lagen auch Angebote aus dem Ausland vor.

Er hatte angekündigt, entweder innerhalb der Zweiten Liga zu wechseln oder gleich ins Ausland zu gehen. Und seit Freitag ist klar, dass Karim Benyamina Wort hält: Der ehemalige Topstürmer des 1. FC Union, mit 87 Treffern in 213 Spielen ewiger Rekordtorschütze des Klubs, wechselt zum FSV Frankfurt, wie die Hessen am Freitag bekannt gaben. Der gebürtige Dresdner erhält einen Vertrag über zwei Jahre bis 2013. „Er hat bei Union Berlin bewiesen, welche Torjägerqualitäten in ihm stecken“, betonte FSV-Geschäftsführer Uwe Stöver. In der abgelaufenen Saison kam der Angreifer auf sieben Tore. Der Kontrakt des 29-jährigen Deutsch-Algeriers war nach sechs Jahren bei Union trotzdem nicht mehr verlängert worden.

Unter Tränen hatte sich der Publikumsliebling, der in sechs Jahren drei Aufstiege mit den Köpenickern erlebt hatte, bei seinen letzten Heimspielen verabschiedet – er wäre gerne in Berlin geblieben, wie er stets beteuerte. Dass es ihn nun nicht ins Ausland, sondern ausgerechnet zu dem Klub mit dem niedrigsten Zuschauerschnitt im deutschen Profi-Fußball zieht, hängt wohl mit seinen Chancen in der algerischen Nationalmannschaft zusammen, für die er im November 2010 sein erstes Spiel bestritten hatte. Sein Berater Baris Yükselsen war offenkundig der Meinung, dass er in Deutschland besser auf sich aufmerksam machen kann. Angeblich lagen Benyamina auch Angebote aus der Türkei und Algerien vor.