Der 1. FC Union ist bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison wieder einen Schritt weiter. Gestern gab der Berliner Fußball-Zweitligist die Verpflichtung von Patrick Zoundi bekannt. Der 28-jährige Nationalspieler aus Burkina Faso (18 Einsätze) wechselt vom Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf an die Alte Försterei und erhält einen Zweijahresvertrag, gültig für die Ligen eins und zwei.

Damit haben die Köpenicker nach der Verpflichtung von Markus Karl als Ersatz für den zum Bundesligisten Augsburg abgewanderten Dominic Peitz im defensiven Mittelfeld sowie von Stürmer Simon Terodde als Ersatz für den geschassten Karim Benyamina die dritte große Baustelle im Team schließen können. „Patrick Zoundi ist ein sehr markanter Spieler, der ein Publikum regelrecht mitreißen kann. Er bringt ein überragendes Tempo auf der Außenbahn mit und ist für die rechte Seite eingeplant“, erklärte Trainer Uwe Neuhaus das Einsatzgebiet des 1,75-Meter-Mannes. Der Coach sieht mit Zoundi vor allem das Angriffsspiel gestärkt, das in der abgelaufenen Spielzeit viel zu oft zu wünschen übrig ließ. „Seine individuellen Fähigkeiten geben uns die Möglichkeit, unser Offensivspiel variabler zu gestalten“, erklärte Neuhaus.

Nach dem Weggang von Paul Thomik und Björn Brunnemann, deren Verträge nicht mehr verlängert wurden, hatte Union Handlungsbedarf auf der rechten Seite. Denn nur mit Christopher Quiring, der sich im Saison-Endspurt gute Noten auf der Außenbahn verdiente, in die Saison zu gehen, wäre doch ein zu großes Wagnis gewesen. So kann der 20-Jährige weiter in Ruhe reifen.

Zumal Quiring (elf Zweitliga-Einsätze) nicht auf die Erfahrung Zoundis zurückgreifen kann. Zoundi spielte bereits von 2001 bis 2005 in der ersten belgischen Liga beim KSC Lokeren (70 Einsätze/sieben Tore) sowie zwei Jahre in der ersten griechischen Liga für Asteras Tripolis (41/7) und Panserraikos (20/2), ehe er 2009 nach Düsseldorf wechselte, wo er in 42 Einsätzen zwei Treffer erzielt hat. Außerdem stand er im Kader Burkina Fasos bei den Afrika-Meisterschaften 2004 und 2010. Nun also Union.

„Ich hatte gute Gespräche mit Uwe Neuhaus und spüre, dass er mir vertraut. Das ist mir sehr wichtig“, sagte Zoundi. Nicht nur wegen der Duelle auf dem Rasen ist der Köpenicker Klub kein unbekannter für den Mittelfeldspieler, der auch den belgischen Pass besitzt. „Ich habe Freunde in Berlin, die mir viel über Union erzählt haben. Ich weiß, dass Union ein Arbeiterverein ist und dass die Fans immer hinter der Mannschaft stehen. Das ist wichtig im Fußball, und darauf freue ich mich sehr.“

fär