Auslaufender Vertrag

Peitz verlässt Union in Richtung Bundesliga

Rückschlag für den 1. FC Union: Mittelfeldmotor und Fanliebling Dominic Peitz wird seinen Vertrag nicht verlängern und die Köpenicker am Saisonende verlassen. Sein Ziel ist die Bundesliga. Dennoch will Peitz Union treu bleiben.

Christian Beeck gab sich entspannt. Im Gegensatz zu den vielen Anhängern des 1. FC Union, die binnen weniger Minuten bei „Facebook“ ihrer Enttäuschung freien Lauf ließen. Sie wussten eben noch nicht so lange Bescheid wie der Sportdirektor. Am Dienstagnachmittag hatte der Zweitligist vermeldet, dass Dominic Peitz, einer der beliebtesten Spieler der Köpenicker, den Verein am Saisonende in Richtung Bundesliga verlässt. Für den Mittelfeldspieler habe sich eine Option ergeben, die er nicht ausschlagen könne, „da die Herausforderung Bundesliga“, sagte Peitz, „einfach zu reizvoll ist“.

Wo Peitz künftig spielt, verriet er nicht. Selbst der Sportdirektor weiß es nicht. Peitz und dessen Berater Steffen Schneekloth hatten Beeck allerdings schon vor mehr als einer Woche über die Wechselabsichten in Kenntnis gesetzt. „Natürlich hätten wir Dominic gern behalten“, sagte Beeck gestern, „aber wenn du als Spieler die Chance hast, in der Bundesliga zu spielen, dann kann ich verstehen, dass man diese Chance auch wahrnehmen möchte.“

Peitz war vor zwei Jahren vom VfL Osnabrück nach Berlin gekommen und in beiden Spielzeiten Stammspieler. Er gehe schweren Herzens, sagte der 26-Jährige. „Denn ich bin in meinen zwei Jahren hier auch zum Fan geworden. Für das, was ich hier bei Union erlebt habe, bin ich sehr dankbar.“

Suche nach Ersatz schon im Gange

Für Union ist der Abgang von Peitz ein schmerzhafter Verlust. Der Mittelfeldspieler ist zwar technisch nicht so versiert, aber dafür mit Fähigkeiten ausgestattet, einem Spiel mit seinen läuferischen und kämpferischen Qualitäten den Stempel aufzudrücken. Er ist ein Führungsspieler der Köpenicker. Unvergessen sein Einsatz beim Derbysieg gegen Hertha BSC (2:1), bei dem er maßgeblichen Anteil an der Wende nach dem 0:1-Rückstand hatte.

Bei Union ist die Suche nach einem Ersatz im vollen Gang. Zumal Peitz bekanntlich nicht der einzige Profi ist, der den 1. FC Union zum Saisonende verlässt. Mit dem Unterschied, dass er es auf eigenen Wunsch tut. Zuvor hatten die Verantwortlichen Kenan Sahin, Karim Benyamina und Christoph Haker mitgeteilt, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Zudem ist die Zukunft von Maccambes Younga-Mouhani, Bernd Rauw, Paul Thomik und Björn Brunnemann unklar. Das sind nicht wenige Spieler.

Dennoch gibt sich Christian Beeck auch bei dieser Nachfrage gelassen. „Uns ist klar, dass wir etwas tun müssen. Wir sind dabei und werden uns verstärken. Mit wie vielen Spielern, wird man sehen.“