Gewalt

Polizei ermittelt gegen Fans von Union Berlin

Nach den schweren Ausschreitungen in Karlsruhe, bei denen ein KSC-Fan durch einen Steinwurf eine Schädelfraktur erlitt, vermutet die Polizei den Täter in den Reihen der Union-Fans.

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Vielleicht ist es ganz gut, dass sich die Profis des 1. FC Union derzeit und ab Mittwoch gleichzeitig mit den Kollegen von Hertha BSC zum Feiern auf Mallorca befinden. Denn die Nachrichten, die der Klub – oder präziser gesagt einige seiner Fans – in diesen Tagen schreiben, sind alles andere als positiv.

Erst gab es vor dem Spiel in Karlsruhe offenbar eine schwere Schlägerei zwischen Union- und KSC-Fans, bei dem ein Karlsruher angeblich von einem geworfenen Backstein so schwer am Kopf getroffen wurde, dass er eine Schädelfraktur erlitt. Ob tatsächlich ein Unioner für den Wurf verantwortlich ist, wird derzeit noch von der Polizei geprüft, die jetzt wegen des Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt ermittelt.

Am Montag nun teilte der Deutsche Fußball-Bund mit, dass der Klub erneut 5000 Euro Geldstrafe zahlen muss, weil beim Spiel gegen Arminia Bielefeld Trinkbecher aus dem Berliner Zuschauerblock auf das Spielfeld geworfen worden. Beim Auswärtsspiel der Unioner bei Fortuna Düsseldorf am 15. April 2011 wurde zudem im Berliner Zuschauerblock eine Rauchbombe gezündet. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt. Sportlich gab es gestern immerhin die Nachricht, dass Bernd Rauw in Drittligist Rot-Weiß Erfurt einen neuen Klub gefunden hat.