Uwe Neuhaus, der Trainer des 1. FC Union, ist derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Erst fällt eines der beiden in der Winterpause angesetzten Testspiele den Witterungsbedingungen zum Opfer, und nun kann er zum Härtetest gegen den FK Teplice am Sonntag (13 Uhr, Alte Försterei) immer noch nicht die beste Elf aufbieten. Auch weil die Rekonvaleszenten noch nicht soweit sind, um sie über volle 90 Minuten spielen zu lassen. „Ich hätte sicher gern zwei Testspiele gehabt“, erklärte der Coach, „doch durch unsere Personalsituation kommt uns nur ein Test ganz gelegen. Sonst hätten wir gleich mit der halben U19 oder U23 antreten können.“
Der Sinn solcher Partien, nämlich sich für die Rückrunde einzuspielen, wäre ad absurdum geführt. Wobei sich schon die Frage stellt, wie viel Startelf für das Spiel gegen Alemannia Aachen am Freitag (18 Uhr, Alte Försterei) die Fans am Sonntag zu sehen bekommen. Karim Benyamina fehlt wegen Grippe, Chinedu Ede hat diese gerade erst auskuriert. Und ein Einsatz von Jan Glinker wäre ein zu großes Wagnis. Der Torwart lag vergangene Woche ebenfalls mit einer Grippe flach. Zwar trainierte er am Samstag mit Holger Bahra auf dem Kunstrasen hinter dem Stadion. Doch die Gefahr, einen Rückschlag zu erleiden, ist zu groß. Zumal sein Kontrahent im Kampf um die Nummer eins, Marcel Höttecke, nach seinem Muskelfaserriss immer noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. So wird gegen Teplice Christoph Haker, Torwart Nummer drei, spielen. Ahmed Madouni hat ohnehin gerade erst mit Laufeinheiten begonnen. Und auch wenn Torsten Mattuschka, Santi Kolk und Michael Parensen wieder mittrainieren, werden sie wohl über Teileinsätze nicht hinauskommen.
Somit gilt gegen den tschechischen Erstligisten vor allem eines: Bloß nicht verletzen. An der Alten Försterei ist man schon froh, dass es wenigstens eine Möglichkeit gibt, unter Wettkampfbedingungen Fußball zu spielen.





