Zweite Liga

Union verliert zum Wiesn-Ende in München

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Foto: Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Union wartet weiter einen Auswärtssieg. Beim TSV 1860 München mussten Berliner eine 0:1-Niederlage einstecken. Die Löwen schafften dagegen den Anschluss an die Spitzengruppe.

Der 1. FC Union Berlin hat den Münchner „Löwen“ am letzten Oktoberfest-Wochenende die Feierstimmung nicht vermasseln können. Der Hauptstadt-Club unterlag am Sonntag dem TSV 1860 München mit 0:1 (0:0) und verpasste damit einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Der Münchner Stürmer Benjamin Lauth (68.) sorgte mit seinem dritten Saisontor für die Pleite der Berliner, die damit nun schon seit 16 Auswärtsspielen auf einen Dreier warten. In der Tabelle hat Union nach sieben Saisonspielen weiter nur fünf Punkte auf dem Konto.

„Das ist eine ganz bittere Niederlage“, sagte Trainer Uwe Neuhaus. „Aber ich kann der Mannschaft keine Vorwurf machen.“ Kapitän Torsten Mattuschka meinte: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten etliche Torchancen. Aber uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Wir haben bis zum 0:1 gut gestanden.“

Coach Neuhaus hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:0 gegen Duisburg auf zwei Positionen umstellen müssen. Für den verletzten Michael Parensen und den gesperrten Santi Kolk spielten Daniel Göhlert und John Jairo Mosquera. Ahmed Madouni stand trotz einer Schulterverletzung von Beginn an auf dem Rasen.

Die „Eisernen“ begannen vor 22 100 Zuschauern engagiert und hätten schon nach wenigen Minuten in Führung gehen können: Kapitän Torsten Mattuschka scheiterte per Freistoß an Torwart Gabor Kiraly und auch den Abpraller von Christian Stuff und Dominic Peitz stellte sich der frühere Hertha-Keeper erfolgreich in den Weg. „Wir hätten diese Riesen-Chance verwerten müssen“, klagte Trainer Neuhaus.

Bei spätsommerlichem Oktoberfest-Wetter entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Nur im Angriff fehlte beiden Teams die nötige Präzision. In der 7. Minute hatte Berlin Glück, als Stefan Aigner per Kopf nur den Pfosten traf.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Match schwächer, beide Teams beschränkten sich zunächst aufs Verteidigen. Die Münchner Führung leitete in der 68. Minute ausgerechnet Stuff ein: Einen schlimmen Fehlpass des Innenverteidigers fing Aleksandar Ignjovski ab und leitete das Leder weiter zu Lauth. Der ehemalige Nationalspieler ließ mit einem strammen Schuss Jan Glinker im Tor der Gäste keine Chance.

Durch den Führungstreffer erhielten die Bayern klar Oberwasser und hätten in der 84. Minute bereits alles klar machen können. Doch Lauth vertändelte eine 100-prozentige Torchance im Strafraum. „Aufgrund der letzten 30 letzten Minuten war der Sieg verdient“, kommentierte 1860- Trainer Reiner Maurer.

( dpa/ap )